Wie kleine Hubschrauber kaputte Handynetze raparieren
Deutsche Mini-Helikopter sollen in Zukunft die Handynetze in Krisensituationen reparieren. Die lebenswichtige Kommunikation soll so nach Naturkatastrophen oder Anschlägen wieder hergestellt werden. Dazu wurde jetzt ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen.
Hamburg (red) – Unter anderem berichtete Spiegel Online am Dienstag über die Mini-Hubschrauber der Technischen Universität Ilmenau. Die kleinen Helikopter sollen in Katastrophengebieten zerstörte Mobilfunknetze wieder in Gang bringen.
Quadroboter sollen selbstständig arbeiten
Die kleinen Fluggeräte sollen in Gruppen die betroffenen Gebiete von oben absuchen. Dabei suchen sie nach noch funktionierenden Funkzellen und zerstörter Technik, die ersetzt werden muss. "Ein Erdbeben wie in Haiti wäre ein mögliches Szenario", sagte der Informatiker Andreas Mitschele-Thiel, Chef eines frisch gegründeten Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Geplant ist auch, dass bald keine menschlichen Piloten mehr fliegen müssen. "Die Quadrocopter fliegen aus und schauen selbsttätig, wo sie gebraucht werden", so Doktorand Tobias Simon.
Mini-Helis können nur 20 Minuten fliegen
Die Quadrocopter halten allerdings nur bis zu 20 Minuten lang durch. In dieser Zeit sollten sie am Ziel angekommen sein und noch genügend Energie für den Rückflug haben. Die meiste Energie verbrauchen die Quadroboter allerdings für den Flug und nicht für die Rechentechnik. Die Ilmenauer Forscher hoffen drauf, dass die Industrie noch leistungsfähigere Akkus und leichtere Bauteile für die Mini-Helikopter entwickelt.
28.07.2010

