Wer sucht, der findet

Von Maps bis Mail: 10 Alternativen zu Google

Google ist mit seinen zahlreichen Online-Diensten die erste Anlaufstelle vieler Internetnutzer: Ob Suche, Navigation und Routenplanung, Mails oder Videostreaming. Dabei gibt es jede Menge Alternativen im Netz, die man nur kennen muss.

Google © Billiger-Telefonieren.de

Berlin – Bei der Internetsuche ist Google für viele die erste Adresse. Das verschafft auch den anderen Diensten des US-Giganten Zulauf, von Maps bis zu Mails. Dass zahlreiche Alternativen existieren, wissen viele Nutzer gar nicht. Hier eine kleine Auswahl:

1. Alternativen zur Suche von Google

Auch Microsofts Bing oder die Suchmaschine Yahoo liefern gute Suchergebnisse. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleinere Anbieter wie Blekko, Startpage, DuckDuckGo oder Qwant. Ixquick und Startpage legen besonderen Wert auf Privatsphäre. Sie haben alle ihre eigenen Stärken - etwa Auflistung der Suchergebnisse nach Genre, anonyme Suche oder eine besonders gute Videosuche.

2. Browser: Es geht auch ohne Chrome

Nicht zu vernachlässigen. Wer Google aus dem Weg gehen will, sollte auch dessen Browser Chrome meiden. Der ist zwar flott und bietet durch Add-ons Möglichkeiten zum Datenschutz. Wer allerdings die Adresszeile nutzt, nutzt auch automatisch die Google-Suche. Mozillas Firefox ist eine gute Alternative. Dort muss aber im Suchfenster zunächst Google durch eine neue Standardsuchmaschine ersetzt werden.

3. Karten: Google Maps und die Konkurrenz

Als Alternative zum Platzhirsch Google Maps gibt es beispielsweise den offenen Kartendienst Openstreetmap. Auch Microsofts Suchmaschine Bing hat mit Bing-Maps ein brauchbares Angebot, ebenfalls bekannt sind die Here-Maps, ursprünglich aus dem Hause Nokia. Auch Apples in iOS und Mac OS-X integrierte Kartensoftware hat ihre Kinderkrankheiten mittlerweile überwunden.

4. E-Mail ohne GMail

Es gibt unzählige Alternativen zu Gmail - vom Gratisanbieter bis hin zum bezahlten Konto. Große Anbieter wie Outlook.com bieten einen ähnlichen Funktionsumfang mit Kalender. Wer sichergehen will, dass die eigenen Mails nicht zu Werbezwecken analysiert werden, sollte sich für kleine Anbieter entscheiden, die Mails nicht nur verschlüsselt senden, sondern auch verschlüsselt speichern können. Nur einige von vielen Beispielen dafür sind Posteo, Aikq, ProtonMail oder Startmail.

5. Videos: Alternativen zu Youtube

Youtube ist riesig, doch auch andere Anbieter haben gute Datenbanken und eine aktive Teilnehmergemeinde. So zum Beispiel vimeo.com: Hier gibt es neben Amateurvideos auch Filme von Künstlern und Musikern. Dailymotion aus Frankreich erinnert optisch stark an Youtube und bietet gut sortierte Themenkanäle. Kleines Plus: Hier werden viele Clips gezeigt, die bei Youtube aussortiert wurden. Wer sich besonders für Musik interessiert, sollte tape.tv ausprobieren.

6. Dokumentensuche ohne Google

Statt Google Scholar für die Suche nach Forschungstexten zu nutzen, können Studenten auch die Suchmaschine Bielefeld Academic Search Engine (BASE) nutzen.

7. Übersetzung: Nicht nur "Translate" hilft

Googles Übersetzungsdienst Translate ist häufig ziemlich praktisch und einfach zu bedienen. Gerade bei längeren Sätzen oder komplizierten Sachverhalten fällt das Ergebnis gelegentlich sehr unterhaltsam aus. Auf Webseiten wie leo.org oder dem Übersetzungsangebot von Pons gibt es ebenfalls Hilfe.

8. Alternativen zu Google Docs

Mit Google Docs kann man Dokumente erstellen und diese dann mit anderen teilen und gemeinsam bearbeiten. Wer Google Docs nicht nutzen mag, findet natürlich ebenfalls Alternativen, etwa Quip. Das leicht zu bedienende Programm bietet nicht so viele Funktionen wie Google Docs, unterstützt aber ebenfalls Dokumente, Checklisten und Tabellen. Außerdem bietet Quip eine Chatfunktion und Apps für iOS und Android. Anspruchsvollere Nutzer sehen sich vielleicht das Business-Tool Zoho an (englisch).

9. Cloudspeicher abseits von Google Drive

Wer sich aus dem Google-Universum ausklinkt, verzichtet auch auf die Nutzung von Google Photos oder Google Drive. Kein Problem, denn seine Bilder kann man beispielsweise auch bei Flickr lagern. Bis zu ein Terabyte an Speicher ist kostenlos. Wer nicht so viel Speicher benötigt, dem reicht vielleicht auch Dropbox mit 16 GB. Ist man ohnehin Kunde bei Amazon oder der Telekom oder Office-Abonnent, bekommt man auch bei diesen Anbietern Cloud-Speicherplatz kostenlos.

10. Bücher suchen ohne Google Books

Auch zu Google Books, der riesigen Sammlung digitalisierter Bücher, gibt es Alternativen. Hier wäre beispielsweise Open Library zu nennen, ein großes Digitalisierungsprojekt der Open Content Alliance. Die digitale Bibliothek des Project Gutenberg bietet zahlreiche Scans urheberrechtsfreier Texte zum Download. Wer die Klassiker mag, kann hier nicht nur Google, sondern auch Amazon umgehen.

Quelle: DPA

Top