Schneckentempo

Was tun bei langsamer Internetverbindung?

Eine langsame Internetgeschwindigkeit ist in einem Zeitalter, in welchem wir auf viele Dienste und Anwendungen am Computer angewiesen sind, ein großes Ärgernis. Sollte die eigene Verbindung zu langsam sein, gibt es einige Tipps, um zumindest ein wenig mehr Geschwindigkeit herauszuholen.

Internet-Drosselung© Heiko Barth / Fotolia.com

Langsame Internetverbindungen bei stationären Anschlüssen

DSL- oder Kabelverbindungen, wie sie für Internetanschlüsse in privaten Wohnungen verwendet werden, sind hinsichtlich einer Geschwindigkeitssteigerung recht limitiert. Es ist kaum möglich, mehrere Megabit pro Sekunde an zusätzlicher Geschwindigkeit durch Softwaretricks oder Programme von Drittanbietern zu erzwingen. Helfen können jedoch diese Schritte: Im Hintergrund laufende Anwendungen mit einer permanenten Internetverbindung reduzieren die Geschwindigkeit – weshalb man so viele wie möglich von ihnen deaktivieren sollte. Dazu zählen insbesondere Filesharing-Applikationen.

Wer IPTV nutzt, sollte sich außerdem darüber im Klaren sein, dass die Fernsehverbindung ebenfalls ein gewisses Datenvolumen verlangt – und zwar bis zu 10 Megabit pro Sekunde bei HD-Inhalten.

Ist es die Verbindung – oder der Computer?

Sollte die Internetgeschwindigkeit drastisch hinter den Erwartungen zurückbleiben, sollte außerdem sichergestellt werden, dass es überhaupt an der Verbindung liegt – und nicht etwa am Gerät. Veraltete, durch zahllose Programme auf einer langsamen Festplatte gefolterte Computer, die sich dazu noch mit unzähligen Toolbars und veralteter Software abgeben müssen, können ebenfalls die Ursache sein. Es kann daher nicht schaden, jene Software (z.B. Java, Flash) auf den neuesten Stand zu bringen, nicht benötigte Programme zu entfernen und die Verbindung letztendlich auch mit einem anderen Gerät zu testen. Sollte jenes Zweitgerät eine für die Anschlussart normale Geschwindigkeit erreichen, liegt der Fehler am langsamen Computer (und nicht dem Router oder der Internetverbindung).

WLAN ist empfindlich!

Möglicherweise ist auch ein technischer Grund für zu wenig Geschwindigkeit verantwortlich: Eine WLAN-Verbindung wird stark beeinträchtigt, wenn sich zwischen Sender – also beispielsweise einem DSL-Router – und Empfänger zu viele dicke Wände befinden oder zahlreiche elektronische Geräte die Sendeleistung beeinflussen. Geräte wie eine Mikrowelle in der Nähe eines WLAN-Senders oder –Empfängers sind fast immer ein Garant für eine durchgängig langsame oder stark schwankende Internetgeschwindigkeit. Abhilfe schaffen kann eine bessere Positionierung des DSL-Routers oder die Anschaffung eines WLAN-Repeaters, welcher das Signal stärkt und daher auch die Internetgeschwindigkeit erhöht beziehungsweise stabilisiert.

Falls diese Tipps nicht helfen, bleibt noch rohe Gewalt – in Form eines schnelleren (und teureren) Internetvertrags, welcher mehr Geschwindigkeit garantiert.

Der Test: Wie schnell ist mein Internet?

Wenn alle Tipps und Ratschläge umgesetzt wurden, kann ein Geschwindigkeitstest nicht schaden. Dabei sollte dieser Test möglichst zu unterschiedlichen Tageszeiten und an allen Wochentagen durchgeführt werden. Gerade in Ballungsgebieten kann es zu Zeiten wie einem Samstagabend zu Schwierigkeiten kommen, welche aber nicht durch Software- oder Hardwaretricks zu beheben sind. Falls die Geschwindigkeit nach allen Tipps und einer ausführlichen, aussagekräftigen Messung noch immer zu langsam ist, sollte ein Anruf beim Internetdienstleister erfolgen.

Smartphones und das Internet

Eine Sonderstellung nehmen mobile Internetverbindungen ein: Hier wird die Verbindung maßgeblich beeinträchtigt, wenn viele Nutzer in der Umgebung gleichzeitig im Internet unterwegs sind und eine ohnehin relativ langsame Verbindung gewählt wird. Helfen kann ein Verbindungsaufbau über WLAN oder der Umstieg auf einen anderen Mobilfunkstandard.

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