Klangerlebnis

Musik aus dem Netz: Kaufen, Speichern, Weitergeben

Musik wird immer öfter im Netz statt im Einzelhandel erworben, das liegt auch daran, dass herkömmliche Tonträger weitaus mehr Platz wegnehmen als eine Musikdatei. Doch welcher Musicstore ist empfehlenswert und worauf muss man beim Kauf im Netz achten?

Internet-Anschluss© Aaron Chen / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Der Internetriese Google hat seinen lang erwarteten Musikdienst gestartet. In Deutschland müssen Musikliebhaber auf den Start des neuen Angebotes noch warten - doch können Verbraucher schon über viele andere Dienste online Musik kaufen, hören und sie dort auch speichern. Dabei sollten sie jedoch einiges beachten:

Wo man im Netz legal Musik downloaden kann

Die Zahl der Anbieter ist groß: Laut Bundesverband Musikindustrie gibt es in Deutschland mehr als 40 legale Anbieter für Musik-Downloads. Platzhirsch ist demnach der iTunes-Store von Apple, gefolgt vom Onlinekaufhaus Amazon und der Deutsche-Telekom-Tochter Musicload. Immer populärer werden Streamingdienste. Dabei laden die Nutzer Musik nicht mehr auf ihren Computer hinunter, sondern hören sie live aus dem Internet. Das funktioniert genauso von klassischen PCs wie von Smartphones und anderen Geräten wie Tablet-Computern. Die Dienste sind sehr unterschiedlich gestaltet: Teils können Nutzer konkrete Lieder auswählen, teils schlagen die Dienste Musik vor, die dem Nutzer gefallen könnte.

Was Musik aus dem Netz kostet

Die Preise sind von Onlineshop zu Onlineshop unterschiedlich. Meistens kostet Musik zum Download etwas weniger als auf CD. Streamingdienste sind teilweise kostenlos, bieten dann die gespielten Lieder aber auch zum Kauf als Download an. Auch lassen sich hier meist nicht direkt Lieder auswählen, sondern nur die Musikrichtung vorgeben. Einige Streaminganbieter bieten auch Flatrates, also Musik zu einem Festpreis pro Monat. Hier können die Nutzer meist exakt wählen, was sie hören möchten - die Musik ist dann aber immer nur bei einer bestehenden Internetverbindung verfügbar.

Darf man Musik aus dem Netz weitergeben?

Wer urheberrechtlich geschützte Musik kauft, darf Kopien davon nicht weiterverkaufen oder weiterverschenken. Erlaubt ist in Deutschland hingegen die sogenannte Privatkopie. Das bedeutet, dass Nutzer Musik etwa auf ihren Computer herunterladen und dann auf ihr Smartphone kopieren dürfen. Auch das Brennen auf CDs ist - für die private Nutzung - in Ordnung. Nicht erlaubt sind Privatkopien bei Musikstücken mit Kopierschutz: Dieser darf auch für private Zwecke nicht geknackt werden. Umstritten ist, ob Käufer digitaler Musik diese weiterverkaufen dürfen, wenn sie die Lieder bei sich löschen - als würden sie eine CD weiterverkaufen, die sie dann auch nicht mehr selbst hören können.

Wo man seine Musikloads speichern kann

Vergleichsweise neu sind sogenannte Cloudangebote für digitale Musikspeicher im Netz. Die funktionieren quasi wie eine externe Festplatte, die ins Internet ausgelagert ist. Speichern lassen sich dort genauso neu gekaufte Lieder wie die bereits vorhandene Musiksammlung. Auf ihre Musik können Nutzer dadurch von überall (wo sie einen Internetzugang haben) zugreifen - etwa per Computer, Smartphone oder Tablet-PC. Meist lässt sich dabei festlegen, welche Lieder auch offline verfügbar sein sollen. Das Gefährliche an digitalen Musiksammlungen ist, dass sie durch technische Probleme verloren gehen können - etwa wenn die Festplatte eines Computers kaputt geht.

Sicherheitskopien sollte jeder machen

Nutzer sollten von ihrer Musik daher wie von allen Daten Sicherheitskopien machen. Dabei helfen können die Clouddienste - denn sie legen Kopien der Daten im Internet an. Dafür müssen Nutzer allerdings dem Anbieter vertrauen. Weitere Möglichkeiten sind das Sichern der Musikdaten auf einer externen Festplatte oder auf DVDs. Am sichersten ist es, immer gleich mehrere Wege der Datensicherung zu beschreiten.

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