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So wehren Sie sich gegen Street View

Google will noch dieses Jahr Street View in 20 deutschen Städten starten. Wer nicht möchte, dass sein Wohnhaus oder Auto im Internet zu sehen ist, kann sich dagegen wehren. Wie das geht, lesen Sie hier.

Datenaustausch© Julien Eichinger / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - 20 große deutsche Städte, darunter Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und München, sollen noch dieses Jahr von Street View erfasst werden. Damit sind virtuelle Stadtrundgänge möglich. Unter Datenschützern hat die Ankündigung zu heftiger Kritik geführt.

Wer Widerspruch einlegen kann und wen es betrifft

Gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen der eigenen Person, des eigenen Autos oder der eigenen Wohnung kann grundsätzlich jeder Einspruch einlegen, also sowohl Besitzer als auch Mieter. Folgende Städte sollen bis Ende des Jahres online besuchbar sein: Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Wie und bis wann muss ich widersprechen?

Der Widerspruch kann per E-Mail an streetview-deutschland@google.de oder per Brief an Google Germany GmbH, Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg, erfolgen. Das Verbraucherschutzministeriums stellt auf seiner Internetseite Musterschreiben zur Verfügung. Diese können auch direkt online ausgefüllt werden.

Vorab ist der Widerspruch vier Wochen lang, also bis zum 15. September, möglich. Widersprüche, die danach eingehen, sollen innerhalb von zwei Monaten berücksichtigt und die Aufnahmen unkenntlich gemacht werden. Dafür steht im Street-View-Dienst eine Meldefunktion zur Verfügung. Geht der Widerspruch erst nach dem 15. September ein, sind die Bilder also vorläufig im Internet zu sehen. Wer dies nicht möchte, sollte sich also mit dem Einspruch beeilen.

Was passiert nach dem Widerspruch?

Google hat zugesagt, alle fristgemäßen Widersprüche vor der Freischaltung der Bilder zu bearbeiten und die Gebäude unkenntlich zu machen. Bereits eingelegte Widersprüche sollen automatisch mit berücksichtigt werden. Häufig wird der Betroffene dazu aufgefordert werden, sein Wohnhaus genauer zu identifizieren. Gefragt wird etwa nach der Farbe des Hauses oder Besonderheiten wie Balkonen oder markanten Nachbargebäuden. Für die Nutzung von Satellitenbildern will Google ein Internet-Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem das eigene Wohnhaus online gekennzeichnet werden kann.

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