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Hunger nach Daten erfordert Bandbreite

Breitband Internet: Mal mobil, mal stationär

Noch streiten sich Bürokraten und Politiker darüber, ab welcher Geschwindigkeit ein Internetzugang ein Breitband-Zugang ist - ob ab 1000 Kbit/s oder sogar darunter. Doch für die meisten Anwender dürfte feststehen, dass für eine komfortable Internetnutzung eigentlich mindestens 2 Mbit/s, also 2000 Kbit/s, vonnöten sind.


Gelegenheitssurfer benötigen kein Breitband

Wer seinen Rechner nur dazu nutzt, Mails abzurufen und vielleicht ab und zu einen Flug zu buchen, dem dürfte sogar ISDN oder das vergleichsweise langsame DSL Light mit 384 Kbit/s ausreichen. Als die Deutsche Telekom, der größte DSL-Anbieter in Deutschland, aufgrund der stetig steigenden Nachfrage begann, auch solche Zugänge freizuschalten (freilich zum Preis des nächsthöheren Zugangs), freuten sich die damaligen Nutzer extrem - hatten sie doch zum ersten Mal einen Breitband-Zugang mit der Bezeichnung DSL, wenn auch den langsamstmöglichen.

Multimedia-Datenmengen erfordern Breitband

Heutzutage gelten solche Zugänge aber als veraltet, sie genügen im Zeitalter von YouTube-Videos, IP-Fernsehen und Internettelefonie nicht mehr den täglichen Anforderungen - und zwar weder im privaten noch im beruflichen Bereich. Für die genannten Wenignutzer, die nur ab und ins Netz wollen bzw. müssen, mag solch eine Geschwindigkeit noch tolerabel sein, doch inzwischen wird selbst beim mobilen Surfen häufig ein höherer Speed erreicht. Klar ist: Wo die Datenabrufe aus dem Internet umfangreicher und aufwändiger werden, ist Bandbreite gefragt - und die muss hoch sein. Breitband eben.

Breitband
Ins Internet - aber schnell! Ohne Breitband geht in den meisten Haushalten gar nichts mehr.
(Foto/Abb.: Iko / Fotolia.com)

Breitband überall - in der Stadt und auf dem Land

Inzwischen kann man in vielen Städten, vorausgesetzt, man verfügt über passende Hardware, sogar mit mehr als 7 Mbit/s im Downstream surfen, damit hat das Breitband-Netz auch für mobile Nutzer einen neuen Standard erreicht. Allerdings funktioniert das noch nicht bei allen vier Netzbetreibern, und auch die vergleichsweise gut ausgebauten Netze haben immer noch Lücken. Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum. Doch auf dem flachen Land behilft man sich inzwischen anderweitig und baut regionale Funknetze auf bzw. nutzt die ehemaligen Fernsehfrequenzen, die so genannte digitale Dividende. Wo geografische Zwänge einer Funknutzung entgegen stehen, bleibt als Breitband-Alternative immer noch das DSL via Satellit.

Mobiles Breitband ist abhängig vom Standort

Doch wer die Wahl hat, dürfte meist auf einen terrestrischen Zugang ausweichen. So praktisch die Nutzung des mobilen Internets ist, so abhängig ist sie vom jeweiligen Standort. Wer mal versucht hat, in einem fahrenden Zug unterbrechungsfrei online zu arbeiten, kann ein Lied davon singen. Mobiles Breitband ist nice to have, stationäres eigentlich noch ein Muss.

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