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Ausblick: So leben wir in der 5G-Stadt

In der 5G-Stadt ist nicht nur der Nahverkehr intelligent, sondern auch der Weinkeller und das Sporttrikot. Vodafone gibt einen Ausblick darauf, wie das Leben in einer digital voll vernetzten Stadt aussehen könnte.

Busbahnhof© Petair / Fotolia.com

Frankfurt – Die NGMN Allianz (Next Generation Mobile Networks) treibt die Entwicklung und Standardisierung des LTE-Nachfolgers 5G voran. Johan Wibergh, Chief Technology Officer der Vodafone Gruppe, übernimmt nun für zwei Jahre den Vorsitz der NGMN Allianz, die zudem gerade ihr 10-jähriges Jubiläum feiert. Vodafone gibt zu diesem Anlass einen Ausblick auf das Leben in der 5G-Stadt.

Der Straßenverkehr der Zukunft

Autos, Motorräder, Busse und Bahnen werden sich in der 5G-Stadt autonom und hochautomatisiert fortbewegen. Über 5G kommunizieren die Fahrzeuge in Echtzeit miteinander und erhalten Informationen über die Verkehrsinfrastruktur. Sie koordinieren die Fahrmanöver mit denen anderer Autos und umgehen Gefahrensituationen automatisch. Innerstädtische Kreuzungen funktionieren ohne Ampeln und lange Wartezeiten. Staus sollen der Vergangenheit angehören. Auf den Straßen soll es sicherer werden. Auch der öffentliche Nahverkehr wird intelligent. Busse, Bahnen und Haltestellen kommunizieren untereinander und reagieren unmittelbar, wenn es eine erhöhte Nachfrage zur Personenbeförderung gibt oder eine Route aktuell nicht befahren werden muss, weil keine Fahrgäste an den Haltestellen warten.

Landwirtschaft: Digitale Bauernhöfe und intelligente Weinberge

Der Bauernhof wird digital und gestaltet die Arbeit von Landwirten hocheffizient und kostensparend. Kühe, Schafe und Schweine werden mit Sensoren ausgestattet. Über das 5G-Netz erhält der Landwirt gebündelt alle Informationen über den Zustand seiner Tiere und kann Arbeiten wie das Melken oder Scheren zeitlich optimieren. Felder und Anbauflächen werden von Drohnen gescannt, um etwa unterschiedlichen Düngebedarf zu ermitteln. Der Anbau von Weizen und Co. wird so ressourcen- und umweltschonender. Winzer nutzen auf dem digitalen Weinberg Sensoren, um Reifegrad und Wasserbedarf der Reben zu ermitteln. Die entsprechende Versorgung übernehmen autonome Traktoren. Im vernetzten Weinkeller stehen Weinfässer, Thermometer und Temperatur-Regler ständig im Austausch und passen die Klimatisierung optimal an die Wetterlage an.

Industrie: Vom Fließband bis ins Kurierfahrzeug

Schnell produziert und schnell geliefert: Industrielle Prozesse werden effizienter. Maschinen tauschen während des Produktionsprozesses untereinander in Echtzeit Millionen von Daten über das 5G-Netz aus. Die Fehlerwahrscheinlichkeit wird auf ein Minimum reduziert. Fahrerlose Kurierfahrzeuge sind dann an den Ladestationen, wenn die Ware zur Auslieferung bereit ist. Die gesamte logistische Kette wird beschleunigt, Ressourcen gespart. Ist die Ware im LKW, koordiniert dieser sich mit weiteren Lastkraftwagen zu "Windschatten-Fahrgemeinschaften". Das spart Kraftstoff und Zeit.

Gesundheitswesen: Smarte Trikots und Telemedizin

Krankenhäuser sind in der 5G-Stadt rundum vernetzt. Ärzte, Patienten und Pflegepersonal profitieren von telemedizinischen Anwendungen. Vitaldaten von Patienten werden über Mobilfunk direkt an die Ärzte übermittelt. Die Behandlung von Langzeitpatienten kann aus der Ferne erfolgen. Logistische Prozesse in Krankeneinrichtungen werden vereinfacht. Krankenbetten signalisieren automatisch, wenn sie gereinigt, und Infusionspumpen, wenn sie aufgefüllt werden müssen. Bei Unfällen, zum Beispiel auf dem Sportplatz, erhalten Notärzte im autonom fahrenden Krankenwagen schon auf der Anreise die digitale Patientenakte und aktuelle Vitaldaten des verletzten Sportlers – denn der trägt ein smartes Trikot, das automatisch über Mobilfunk die wichtigsten Informationen weiterleitet. Erste Behandlungsmaßnahmen können so perfekt vorbereitet werden.

5G Lab Germany: Forschen für die 5G-Stadt

Im 5G Lab Germany arbeiten Vodafone und die Technische Universität Dresden seit 22 Jahren an der nötigen Technik. In Pilotprojekten funkt werden hier Geschwindigkeiten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde erreicht. Als nächstes wollen die Forscher Gigabit-Geschwindigkeiten und geringe Latenzzeiten vom Labor in den Alltag bringen.

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