"Mobility Report"

Prognose: 13 GB mobiler Datenverbrauch pro Person

Der Netzwerkausrüster Ericsson sagt in seiner Studie "Mobility Report" für die kommenden sechs Jahre einen drastischen Anstieg des mobilen Datentraffics voraus. Im Durchschnitt soll ein Kunde 2021 ein Datenvolumen von 13 GB im Monat verbrauchen.

Smartphone TarifeDie Zahl der aktiven Smartphones steigt stetig an - und somit auch der mobile Datenverkehr.© Nmedia / Fotolia.com

Berlin - In Europa sind immer mehr Smartphones in Betrieb. Schon heute wird nach Angaben der Studie "Mobility Report" des Netzwerkausrüsters Ericsson (November 2015) bereits rund jeder zweite der rund 1,14 Milliarden Mobilfunkanschlüsse in Europa mit einem Smartphone genutzt. 1,8 Gigabyte (GB) mobile Daten lädt Europas Durchschnitts-Smartphonenutzer damit derzeit im Monat hoch und runter. Bis 2021 wird dieses Volumen vermutlich deutlich steigen.

2021: Dank Smartphone-Boom 13 GB mobiler Datenumsatz im Monat

Ein Grund dafür: Statt wie heute rund 550 Millionen könnten in sechs Jahren etwa 880 Millionen Smartphones in den europäischen Ländern aktiv sein, vermuten die Analysten. Während die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse voraussichtlich nur leicht auf rund 1,25 Milliarden steigen wird, kann sich der Anteil der Smartphones an der Gesamtzahl der Mobiltelefone damit in den kommenden Jahren auf rund 70 Prozent erhöhen. Im Durchschnitt rechnen die Analysten dann mit rund 13 GB monatlichem Datenumsatz.

Weiterer LTE-Ausbau treibt Abruf von HD-Videos an

Besonders der Ausbau von schnelleren LTE-Netzen wird diese Entwicklung befördern, heißt es in der Studie. Zwischen 10 und 20 Minuten hochauflösende Videobilder sollen 2021 täglich über Smartphonebildschirme flimmern. Je schneller dabei der Netzanschluss, umso mehr werde ein solches Angebot auch genutzt. Aktuelle Zahlen belegen, dass schon heute in Schweden, Italien oder Großbritannien doppelt so viele LTE-Nutzer regelmäßig mobile Videos herunterladen als Nutzer mit UTMS und anderen 3G-Anschlüssen. Auch die zunehmende Verfügbarkeit günstiger Smartphones und fallende Preise bei mobilen Datentarifen werden den Voraussagen nach mehr Nutzer auf mobile Webdienste umsteigen lassen.

Smartphone zum mobilen Surfen finden

Quelle: DPA

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