Geschäftsbedingungen

Blick in die AGB auch bei Handyverträgen sinnvoll

Möchte man einen Mobilfunk-Vertrag abschließen, setzt man beim Hinweis auf die AGB meist das Häkchen und klickt auf "weiter". Ein genauerer Blick kann sich jedoch lohnen. Hier erfahren Sie Grundsätzliches zu AGB und was in ihnen festgehalten wird.

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Mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) kommt man auch als Privatperson regelmäßig in Kontakt und wird bei Vertragsabschlüssen häufig dazu aufgefordert, die AGB zu lesen und zu akzeptieren. Auch in die AGB der Mobilfunker sollte man einen Blick werfen – hier verstecken sich nämlich Details zu Gebühren, Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten.

AGB gibt es überall dort, wo Verträge zwischen zwei Parteien zustande kommen – also etwa dem Mobilfunkunternehmen und dem Kunden. Sie sollen den Geschäftsverkehr erleichtern, da so nicht mit jedem Kunden ein individueller Vertrag geschlossen werden muss. Inhalte sind die beispielsweise Zahlungs- und Kündigungsbedingungen oder Haftungsfragen.

AGB können je nach Unternehmen anders aussehen

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind grundsätzlich kein Standardformular und werden von jedem Unternehmen individuell gestaltet. Selbst beim gleichen Anbieter sind häufig je nach Tarif unterschiedliche AGB gültig. Zusätzlich zu den AGB findet man außerdem oft eine zusätzliche Leistungsbeschreibung für den gewünschten Vertrag. Hier gibt es viele Parallelen.

Gültigkeit und Anerkennung von AGB

Damit die AGB der Mobilfunker überhaupt gültig werden, ist es notwendig, dass der Kunde diese vor Vertragsschluss zu Gesicht bekommt. Sie müssen ausdrücklich auf die Existenz der AGB hingewiesen werden und mit den gestellten Bedingungen einverstanden sein. Am besten, Sie heften sich ein gültiges Exemplar zu den Vertragsunterlagen, die Sie in jedem Fall einfordern sollten.

Hierbei sollte man jedoch beachten, dass neuere AGB häufig auch Altkunden betreffen. Es gehört zum guten Ton der Mobilfunker, Kunden über AGB-Änderungen zu informiere. Zu diesem Szenario und dem Verfahren findet sich häufig ein Extra-Absatz in den AGB. Widerspricht der Kunde nicht, gelten die neue AGB als akzeptiert. Man tut also gut daran, sich über AGB-Änderungen zu informieren, so man über eine Änderung in Kenntnis gesetzt wird.

Nicht immer sind AGB rechtens

Tritt ein Streitfall ein, kommt es durchaus vor, dass sich Anbieter auf ungültige AGB berufen. Denn nicht immer sind alle Klauseln der Allgemeinen Geschäftsbedingungen rechtens. So sind etwa überraschende Klauseln, also Bedingungen, die der Kunde nicht in den AGB vermuten muss, nicht zulässig. Außerdem gilt eine Individualabsprache (auch wenn sie wohl selten mit Mobilfunkunternehmen zustande kommen wird) vor den AGB. Eine Klausel, die eine schriftliche Form für alle Änderungen verlangt, ist somit grundsätzlich nicht gültig.

Was wird in den Mobilfunk-AGB geregelt?

Einen genaueren Blick sollte man als Mobilfunkkunde in jedem Fall in den Absatz über die Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen werfen. Hier findet man Auskunft über Mindestlaufzeiten, automatische Vertragsverlängerung und wann man kündigen muss, damit diese vermieden wird. Außerdem kann hier festgehalten sein, welche Pflichten der Kunde hat, dass er den Vertrag nicht missbräuchlich nutzen darf, wie die Zahlung abläuft oder was passiert, wenn man nicht rechtzeitig zahlt.

Häufig in den AGB verankert finden sich Informationen zur Kostenweitergabe von Dritten über den Mobilfunker. Hierbei rechnen andere Firmen ihre Kosten über die Rechnung des Mobilfunkunternehmens ab. Hierbei muss man noch nicht mal gewollt einen Mehrwertdienst abgeschlossen haben. Abofallen schnappen schon auch mal zu, wenn man unaufmerksam ist. Um sich vor ungewollt hohen Kosten zu schützten, kann es empfehlenswert sein, beim Anbieter eine Drittanbietersperre einzurichten.

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