Mitnehmen oder parken

So schützt man die alte Handynummer vor der Neuvergabe

Wechselt man seinen Handyvertrag, bekommt man beim neuen Anbieter auch eine neue Nummer zugeteilt. Wer vermeiden möchte, dass seine alte Nummer einen neuen Besitzer bekommt, der kann sie natürlich mitnehmen. Eine weitere Möglichkeit ist das "Zwischenparken".

Smartphone-Tarife© PhotoSG / Fotolia.com

Der ein oder andere kennt das vermutlich: Man möchte einen alten Bekannten anrufen und kommt plötzlich bei einer wildfremden Person an. Oder umgekehrt: Man hat seit geraumer Zeit eine neue Handynummer und erhält Nachrichten und Anrufe von Unbekannten, die mit jemand ganz anderem sprechen wollten. Dies sind typische Probleme, wie sie durch die Wiedervergabe von Handyrufnummern entstehen.

Da die Zahl einmaliger Handyrufnummern begrenzt ist, vergeben Anbieter mehr oder weniger schnell alte, inaktive Rufnummern. Wie lange das dauert, ist unterschiedlich: Bei manchen Anbietern ist es denkbar, die Rufnummern bereits 6 Wochen nach Deaktivierung neu zu vergeben, andere lassen ein halbes Jahr Luft. Doch was, wenn man nicht möchte, dass die alte Rufnummern von einem Unbekannten weitergenutzt wird?

Neuer Vertrag, alte Nummer

Hat man einen günstigeren oder besser passenden Vertrag gefunden und möchte gerne den Anbieter wechseln, bekommt man grundsätzlich eine neue Handynummer zugewiesen. Eine neue Nummer muss jedoch nicht sein, da man seine alte Handynummer einfach mitnehmen kann. Dafür beantragt man eine Rufnummermitnahme. So erspart man sich den Aufwand, allen Kontakten die neue Nummer mitteilen zu müssen und verhindert, dass deren Anrufe gegebenenfalls ins Leere oder zu einer anderen Person laufen.

Die Rufnummernmitnahme ist sowohl bei als auch vor Vertragsende möglich. Der alte Anbieter ist verpflichtet, die Nummer 120 Tage vor bis zu 90 Tage nach Vertragsende für eine Portierung freizugeben. Ganz kostenlos ist die Portierung jedoch nicht: Je nach Anbieter werden 20 bis 30 Euro fällig, die bei einem Prepaid-Vertrag als Guthaben aufgeladen sein sollten. Mit ein bisschen Glück lassen sich die Kosten der Rufnummernmitnahme beim neuen Anbieter verrechnen, sodass man unterm Strich nichts für die Portierung zahlt.

Die alte Nummer vor Neuvergabe schützen

Möchte man aus irgend einem Grund lieber eine neue Nummer haben, aber gleichzeitig verhindern, dass die alte Nummer an eine andere Person vergeben wird, bietet es sich an, die alte Nummer mit einem günstigen Prepaid-Tarif zu verknüpfen, welchen man dann beispielsweise in einem Zweithandy nutzen kann.

Hierbei sollte man daran denken, das Zweithandy nicht einfach in der Schublade verschwinden zu lassen: Die meisten Anbieter deaktivieren nach einem gewissen Zeitraum ungenutzte Prepaidkarten und geben die Rufnummern zur wieder frei. Wie lange das dauert und welche Nutzungen dies verhindern, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Bei dem einen reicht es, alle drei Monate einen kurzen Anruf zu tätigen, bei einem anderem muss das Guthaben regelmäßig aufgeladen werden.

Was passiert mit Accounts, die mit der Rufnummer verknüpft sind?

Manche Smartphone-Anwendungen werden mit der aktuellen Rufnummer verknüpft. Das populärste Beispiel ist wohl WhatsApp. Soll die alte Nummer neu vergeben werden, sollte man daran denken, Accounts, die mit dieser verknüpft sind, zu löschen oder auf seine neue Nummer zu übertragen. Am einfachsten geht dies bei WhatsApp über die Funktion "Nummer ändern". Das alleinige Löschen der App führt nicht zum Erfolg.

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