Teure Kurznachrichten

Beim SMS-Versand die Kostenfalle vermeiden

Kurznachrichten-Fans sollten auf der Suche nach einem günstigen Handytarif unbedingt auch ein Auge auf die SMS-Preise haben. Teilweise wird mehr verlangt als für eine SMS aus dem Ausland. Aber auch SMS-Flatrates sind nicht für jeden die beste Lösung.

Mobilfunk© goodluz / Fotolia.com

Linden (red) - Die Smartphonenutzung ist in den letzten Jahren immer günstiger geworden. So auch die SMS-Preise: Trotzdem sollte man als SMS-Freund bei der Tarifwahl ein genaues Auge auf die Preise werfen. Denn überdurchschnittlich teuer kann es immer noch werden. Vielschreiber sollten sich nach einem günstigen Tarif oder einer SMS-Flatrate umsehen, ohne jedoch die übrigen Kosten aus den Augen zu verlieren.

Erstaunlich dabei: Seit die EU eine Kostenobergrenze für Roaming eingerichtet hat, sind die SMS-Kosten für Kurznachrichten aus dem EU-Ausland zum Teil geringer als im Inland.

Welche SMS-Lösung ist die beste für mich?

Ob man eine Flatrate wählt oder lieber einen Anbieter mit durchweg günstigen Preisen, hängt natürlich vor allem vom eigenen SMS-Verhalten ab und davon, was man von seinem Mobilfunktarif noch erwartet. Flatrates sind besonders für Vielnutzer lohnenswert. Kann man seinen eigenen Bedarf gut einschätzen, kann sich auch ein Blick auf Tarife mit einer bestimmten Anzahl an Freieinheiten lohnen. Die gängige Zahlweise pro SMS ist für die gelegentliche Kurznachricht am besten geeignet.

SMS-Flatrates: Vorsicht vor weiteren Kosten

Wer wirklich viele SMS verschickt, ist mit einer Flatrate gut beraten. Diese gibt es bereits für unter zehn Euro im Monat. Da man sein Smartphone nur selten ausschließlich zum SMS-Versand nutzt, sollte man jedoch auch die anderen Kosten wie etwa Grundgebühr, Gesprächs- und Internetpreise mit im Auge behalten. Es kommt vor, dass Anbieter besonders günstige Konditionen durch hohe Preise an anderer Stelle wieder hereinholen. Auch beim Kommunizieren mit dem Ausland oder wenn man sich selber außerhalb von Deutschland befindet sollte man aufpassen, da die gebuchte SMS-Flat meist nicht gilt.

Tarife mit Frei-SMS

Wer einen kontinuierlichen SMS-Verbrauch hat, kann sich nach Tarifen mit Freieinheiten umsehen. Hier zahlt man also einen Festpreis und erhält eine bestimmte Anzahl an Frei-SMS zu häufig sehr günstigem Preis. Doch Vorsicht: Kommt man über die Frei-Einheiten, können die Gebühren für weitere SMS oder Telefon-Minuten teurer sein als üblich.

Zahlreiche Mobilfunk-Discounter bieten sogenannte Einheitstarife an, bei denen die Gesprächsminute sowie eine SMS einheitlich acht oder neun Cent kosten. Diese Tarife sind vor allem für Normal-und Wenig-Simser interessant, die sich nicht vertraglich binden möchten.

Kostendeckel und Flatratepakete

Tarife mit Kostenschutz sind heute angesichts der günstigen Preise für Allnet-Flatrates eher aus dem Fokus geraten. Mit diesen Flatrates in alle deutschen Netze telefoniert man zum Festpreis und kann meist noch mobil im Internet surfen. Die SMS-Flatrate ist nicht in allen Angeboten enthalten, aber durchaus Bestandteil mehrerer Allnet-Flatrates. Da hier ebenfalls schon Preise unter zehn Euro im Monat drin sind, gibt es kaum noch einen Grund, eine einzelne SMS-Flatrate zu buchen.

Instant Messenger als Alternative

In den letzten Jahren haben sich Instant Messenger immer stärker als SMS-Alternative durchgesetzt. Wer sowieso einen Datentarif auf dem Handy nutzt, kann mittels WhatsApp und anderen Messengern ohne weitere Kosten mit anderen Nutzern kommunizieren. Das hat zu einem deutlichen Anstieg der versendeten Nachrichten und einer Abnahme der SMS-Nutzung geführt. 2012 wurden in Deutschland täglich rund 163 Millionen SMS versendet. 2015 waren es nur noch 40 Millionen, dafür jedoch satte 667 Millionen Whats-App-Nachrichten pro Tag.

Bedürfnisse kennen und Angebote vergleichen

Fazit: Wenn man sich keine Gedanken über sein SMS-Verhalten macht, kann man eigentlich mit fast jedem Tarif zu viel bezahlen. Wenignutzer fahren wahrscheinlich am besten mit einem günstigen Einheitstarif, Vielsimser mit einer Flatrate. Es gibt jedoch weitere Variablen zu bedenken, weshalb man das eigene Telefon- und SMS-Verhalten kennen sollte. Damit kann man sich dann auf die Suche nach einem passenden Tarif machen. Dabei hilft unser Handy-Tarifrechner.

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