In- und Ausland

Handy am Steuer: Ein richtig teurer Spaß

Vorsicht auf Reisen: Wer sich mit Handy in der Hand erwischen lässt, wird im Ausland teils kräftig zur Kasse gebeten. Hier unsere Bußgeld-Liste für Europa!

Handytarife© alphaspirit / Fotolia.com

Mit dem Knie lenken, in der rechten Hand eine Zigarette und in der linken das allgegenwärtige Handy: Wer sich so oder ähnlich am Steuer erwischen lässt, ist nicht nur in Deutschland ordentlich Geld los. Ganz im Gegenteil, denn die hierzulande üblichen 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg sind vergleichsweise wenig.

Handy am Steuer: Vorsicht in Spanien!

Besonders im Urlaubsland Spanien drohen saftige Bußgelder. Hier können schonmal 200 Euro beim Telefonieren am Steuer fällig werden. Im Nachbarland Frankreich ist die Bußgeldhöhe 2012 stark gestiegen, auch in Italien und den Niederlanden muss man bei Verstößen tief in die Tasche greifen. In osteuropäischen Ländern werden Verstöße tendenziell weniger kostenintensiv geahndet. Exakte Zahlen für alle Länder zu nennen ist schwierig, da die Polizei vielerorts über einen gewissen Ermessensspielraum verfügt.

Die Redaktion hat folgende ungefähre Bußgeldhöhen recherchiert:

  • Belgien ab 110 Euro
  • Bosnien-Herzegowina 10 Euro
  • Bulgarien 25 Euro
  • Dänemark um 200 Euro
  • Finnland bis 115 Euro
  • Frankreich ab 135 Euro
  • Griechenland ab 100 Euro
  • Großbritannien ab 120 Euro
  • Irland ab 60 Euro
  • Italien ab 160 Euro
  • Kroatien ab 65 Euro
  • Luxemburg 75 Euro
  • Niederlande 230 Euro
  • Norwegen 160 Euro
  • Österreich ab 50 Euro
  • Polen ab 50 Euro
  • Portugal ab 120 Euro
  • Schweiz 85 Euro
  • Spanien ab 200 Euro
  • Tschechien ab 60 Euro
  • Ungarn bis 100 Euro

Für alle, die auf Telefongespräche am Steuer nicht verzichten können, empfiehlt der Branchenverband Bitkom Headsets oder andere Freisprechanlagen. Solche Sprechgarnituren gibt es bereits für wenig Geld. Freisprecheinrichtungen können von Laien schnell und in fast jedem Auto montiert werden. Doch vor allem bei Festeinbauten gilt: die Installation im Zweifel lieber einer Fachwerkstatt überlassen. Doch Achtung: Nicht in allen Ländern werden Headsets als Freisprechlösungen im Straßenverkehr anerkannt, wie beispielsweise in Portugal. Studien bestätigen die Portugiesen: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass für Autofahrer Telefonieren mit Freisprechanlage fast genauso gefährlich ist wie Telefonieren mit dem Handy in der Hand.

Nicht nur Telefonieren ist tabu

In Deutschland ist es bereits verboten, das Handy in die Hand zu nehmen, wenn der Motor läuft. Auch das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen ist untersagt. Vergleichbare Regelungen gibt es in anderen europäischen Ländern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor Urlaubsantritt nach den Gepflogenheiten im anvisierten Land fragen. Dafür bieten sich Verkehrsclubs wie der ADAC an. Und nicht vergessen: Auch Telefonieren beim Radfahren wird geahndet, wenn auch nicht in allen Ländern.

Interner Linktipp: Kfz-Versicherungsvergleich auf Billiger-Telefonieren.de.

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