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In- und Ausland

Handy am Steuer: Ein richtig teurer Spaß

Handy
Vorsicht auf Reisen: Wer sich mit Handy in der Hand erwischen lässt, wird im Ausland teils kräftig zur Kasse gebeten. Hier unsere Bußgeld-Liste für Europa!

Mit dem Knie lenken, in der rechten Hand eine Zigarette und in der linken das allgegenwärtige Handy: Wer sich so oder ähnlich am Steuer erwischen lässt, ist nicht nur in Deutschland ordentlich Geld los. Ganz im Gegenteil, denn die hierzulande üblichen 40 Euro sind vergleichsweise wenig.

Handy am Steuer: Vorsicht in Italien!

Besonders im Urlaubsland Italien drohen saftige Bußgelder. Hier können seit 2007 bis zu 594 Euro beim Telefonieren am Steuer fällig werden. Im Nachbarland Frankreich sowie in einigen osteuropäischen Ländern werden Verstöße weniger kostenintensiv geahndet. Exakte Zahlen für alle Länder zu nennen ist schwierig, da die Polizei vielerorts über einen gewissen Ermessensspielraum verfügt.

Die Redaktion hat folgende ungefähre Bußgeldhöhen recherchiert:

  • Belgien ab 100 Euro
  • Bosnien-Herzegowina 10 Euro
  • Bulgarien 15 Euro
  • Dänemark um 67 Euro
  • Finnland bis 70 Euro
  • Frankreich ab 35 Euro
  • Griechenland ab 50 Euro bis 140 Euro
  • Großbritannien ab 76 Euro
  • Irland ab 60 Euro
  • Italien ab 150 Euro bis 594 Euro
  • Kroatien um 69 Euro
  • Niederlande 150 Euro
  • Norwegen 60 Euro
  • Österreich ab 20 Euro
  • Polen 59 Euro
  • Portugal ab 120 Euro
  • Schweiz 62 Euro
  • Spanien ab 91 Euro
  • Tschechien 41 Euro
  • Ungarn bis 122 Euro

Für alle, die auf Telefongespräche am Steuer nicht verzichten können, empfiehlt der Branchenverband Bitkom Headsets oder andere Freisprechanlagen. Solche Sprechgarnituren gibt es bereits für wenig Geld. Freisprecheinrichtungen können von Laien schnell und in fast jedem Auto montiert werden. Doch vor allem bei Festeinbauten gilt: die Installation im Zweifel lieber einer Fachwerkstatt überlassen. Doch Achtung: Nicht in allen Ländern werden Headsets als Freisprechlösungen im Straßenverkehr anerkannt, wie beispielsweise in Portugal. Jüngste Studien bestätigen die Portugiesen: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass für Autofahrer Telefonieren mit Freisprechanlage fast genauso gefährlich ist wie Telefonieren mit dem Handy in der Hand.

Nicht nur Telefonieren ist tabu

In Deutschland ist es bereits verboten, das Handy in die Hand zu nehmen, wenn der Motor läuft. Auch das Lesen oder Schreiben von Kurzmitteilungen ist untersagt. Vergleichbare Regelungen gibt es in anderen europäischen Ländern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor Urlaubsantritt nach den Gepflogenheiten im anvisierten Land fragen. Dafür bieten sich Verkehrsclubs wie der ADAC an. Und nicht vergessen: Auch Telefonieren beim Radfahren wird geahndet, wenn auch nicht in allen Ländern.

Interner Linktipp: Kfz-Versicherungsvergleich auf Billiger-Telefonieren.de.

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