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Handysurfen: So vermeidet man Horror-Rechnungen

Es klingt so einfach: Man sollte den geeigneten Tarif wählen und den Datenverkehr beschränken. Wir sagen, wie sich Smartphone-Nutzer vor horrenden Rechnungen schützen können!

Handyrechnung© Rainer_81 / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Multimediahandys boomen derzeit: Jedes dritte verkaufte Handy wird dieses Jahr Schätzungen zufolge zu den so genannten Smartphones gehören, die vor allem für das Surfen im Internet ausgelegt sind. Damit das Surfen übers Handynetz aber nicht zu horrenden Rechnungen führt, sollten Nutzer ihren Tarif mit Bedacht wählen - und den Datenverkehr des Smartphones minimieren.

Was für Datentarife gibt es?

Die fürs Handysurfen nötigen Datentarife gibt es mittlerweile bei so gut wie jedem Anbieter, egal ob als Vertragstarif oder Prepaidangebot. Der Grundtarif wird entweder zeitbasiert - pro Minute - oder volumenbasiert - pro Megabyte Daten - abgerechnet. Beide Varianten lohnen sich aber nur für Handynutzer, die selten ins Internet gehen; für Smartphones sind sie eher ungeeignet. Praktischer sind die angebotenen Datenpakete - etwa 200 Megabyte, ein Gigabyte oder fünf Gigabyte. Ist diese Menge erreicht, müssen bei manchen Tarifen neue Pakete gebucht werden. Andere gelten einen Monat lang, erlauben dann aber nur noch extrem langsames Surfen.

Welche Tarife lohnen sich für wen?

Grundsätzlich gilt: Wer nur seine E-Mails abrufen möchte und wenige Fotos und Videos im Internet betrachtet, dürfte mit einem 200-Megabyte-Paket auskommen. Das ist ab etwa zehn Euro pro Monat zu haben. Wer regelmäßig etwa Youtube-Videos und Internetseiten mit vielen Fotos betrachtet, sollte mindestens ein Gigabyte und ab 15 Euro monatlich einplanen. Wer mit dem Smartphone viel Surfen möchte, sollte Tarife mit fünf Gigabyte Inklusivvolumen ab 20 Euro wählen. Zum Test können sich Nutzer eine Prepaid-Karte kaufen und ein Fünf-Gigabyte-Paket buchen. Damit lässt sich das Gerät in Ruhe austesten und der Datenverbrauch über den Datenzähler des Handys kontrollieren.

Was sollte ich bei der Tarifwahl noch beachten?

Viele günstige Angebote gibt es im E-Plus-Netz. Dort ist die Geschwindigkeit beim Surfen meist allerdings deutlich niedriger als in den anderen Netzen. Bei Volumentarifen sollten Nutzer zudem auf die Taktung achten: Einige Anbieter rechnen immer 400 Kilobyte ab - auch wenn beim kurzen Mailabruf sehr viel weniger verbraucht wird. Besser ist daher etwa eine Zehn-Kilobyte-Taktung. Wer durch das Smartphone sein normales Handy ersetzt, sollte außerdem die Sprachtarife des Anbieters genau prüfen. Sonst sind die Einsparungen durch den günstigen Datentarif bei Anrufen schnell wieder aufgebraucht.

Wie kann ich den Datenverbrauch meines Handys einschränken?

Smartphones haben meist eine WLAN-Funktion zum drahtlosen Internetzugang. Wer sein Multimediahandy also zu Hause, im Café oder Hotel nutzen will, sollte auf kostenlose WLAN-Zugänge ausweichen. Um die Volumengrenze bei Datentarifen nicht zu schnell zu erreichen, helfen zudem Mobilversionen von Internetseiten, die besser an die kleinen Bildschirme angepasst sind und weniger Datenverkehr erzeugen. Zudem kann für einen hohen Datenverbrauch sorgen, was den Reiz von Smartphones ausmacht: die Apps. Diese Miniprogramme sind häufig ständig online, etwa um aktuelle Wetterdaten abzurufen. Den Datenverkehr müssen Nutzer meist in jeder Anwendung einzeln ausschalten - und können das nicht fürs gesamte Telefon auf einmal tun.

Kann ich auch im Ausland übers Smartphone online gehen?

Technisch ist das kein Problem, doch die Kosten dafür sind meist sehr hoch. Viele Mobilfunker bieten für Reisen Extra-Datenpakete, aber die erlauben angesichts des geringen Inklusivvolumens nicht mehr als das sporadische Kontrollieren von E-Mails. Eine Kostenbremse, die Nutzer bei ihrem Anbieter beantragen können, schneidet den Datentransfer zudem ab, wenn ein bestimmter Betrag - meist mindestens 60 Euro - erreicht ist. Smartphone-Nutzer sollten daher auch im Ausland möglichst immer auf WLAN-Zugänge ausweichen.

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