Auf Tarifsuche

Handytarife: So kann man Kostenfallen vermeiden

Handytarife gibt es unüberschaubar viele, sodass sich für jeden Nutzer ein passender und günstiger Tarif finden dürfte. Bei der Auswahl des Handytarifes sollte man jedoch einige mögliche Kostenfallen im Auge behalten. Dies sind die gängigsten.

Handyrechnung© PeJo / Fotolia.com

Jeder Smartphonenutzer ist anders: Der eine benötigt viel Internet, der andere telefoniert stundenlang. Ein passender Handytarif sollte das eigene Nutzungsspektrum möglichst vollständig abdecken und dabei möglichst günstig sein. Die Angebote sind in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden – und die Preise gesunken. Bei der Suche nach Schnäppchentarifen kann man jedoch auch stolpern: Damit Kosten nicht zur Falle werden, zeigen wir hier, worauf zu achten ist.

Hohe Anschlussgebühren

Vielversprechenden Tarif gefunden? Minutenpreise, Datenvolumen, Frei-SMS, alles passend? Dann nicht den Zusatzblick auf einmalige Kosten vergessen! Es gibt einige Tarife die zwar in den laufenden Kosten unschlagbar günstig erscheinen, allerdings können einmalige Kosten wie die Anschlussgebühr sehr hoch sein. Geht man dann davon aus, dass man nicht auf ewig beim gerade gewählten Anbieter bleiben möchte und teilt die Anschlussgebühr auf eine realistische Monatszahl auf, wird man schnell feststellen, dass der Tarif doch nicht der günstigste ist.

Teure Folgeeinheiten bei Pakettarifen

Ebenfalls auf den ersten Blick sehr günstig sehen Tarife aus, die ein bestimmtes Kontingent an Frei-Minuten und -SMS anbieten. Wenn man innerhalb dieses Kontingents bleibt, sind diese Tarife auch tatsächlich besser geeignet als umfangreiche Flatrates. Zur Kostenfalle können die Tarife im Einzelfall werden, wenn die Minute oder SMS sehr teuer ist, sobald die Frei-Einheiten aufgebraucht sind. Entweder man kennt also seinen Konsum und weiß, dass man das Inklusiv-Kontingent nicht überschreitet oder man sucht zumindest einen Tarif, wo die Folgekosten fair sind. Bei Preisen von 19 oder gar 29 Cent sollte man gut überlegen; kostet die Minute nur neun Cent, ist es auch nicht schlimm, wenn man ausnahmsweise mal länger telefoniert. Gleiches gilt übrigens auch für die seltener werdenden Tarife mit netzinternen Flatrates, in denen Anrufe in fremde Netze teuer sein können.

Befristete Rabatte

Viele Tarifanbieter locken ihre Kunden mit satten Rabatten in den ersten Monaten. Doch was kostet der Tarif danach? Häufig schnellen dann die Preise in die Höhe und der ausgewählte Tarif kostet richtig Geld – das verrechnet sich ganz schnell mit dem anfänglichen Schnäppchen zu einem durchschnittlich teuren Tarif. Ist doch egal, dann wechsle ich eben zum nächsten Anbieter, mag sich nun manch einer denken – so einfach geht das dann wiederum auch nicht. Häufig geht man bei solchen Angeboten einen Laufzeitvertrag ein, der zwei Jahre läuft. In unserem Mobilfunkrechner bilden wir übrigens Effektivpreise ab: Alle Kosten werden zusammengerechnet und auf 24 Monate umgelegt. Das macht einen fairen Vergleich der Tarife möglich.

Datenautomatik – Service oder Kostenfalle?

Bleiben wir beim mobilen Internet: In den letzten Jahren hat sich bei einigen Anbietern ein neuer "Service" durchgesetzt: die Datenautomatik. Bei gängigen Internet-Flatrates lief es bisher so: Man hat ein bestimmtes Inklusivvolumen zur Verfügung und danach wird die Internetgeschwindigkeit gedrosselt. Nun wird oftmals als Service-Leistung neues, kostenpflichtiges Internetvolumen hinzugebucht, wenn die Drossel zu greifen droht. Wird mehrere Monate hintereinander Zusatzvolumen aufgebucht, kann es sogar passieren, dass der zudem automatisch in einen höheren und teureren Tarif eingestuft wird. Ob man sich nun darüber freut, länger schnell surfen zu können, soll jeder selbst entscheiden. In jedem Fall sollte man vor Vertragsabschluss prüfen, wie der gewünschte Anbieter zur Datenautomatik steht und ob diese sich gegebenenfalls dauerhaft ausschalten lässt.

Abofallen und Premium-Dienste auf der Handyrechnung

Nicht zuletzt sei auf Abofallen und kostenpflichtige Premium-Dienste hingewiesen, die man sich beispielsweise ungewollt über Werbung einfängt. Diese Kostenfalle steht zwar nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Handytarif, wird aber über diesen abgerechnet. Mit einer Drittanbietersperre kann man unerwünschten Rechnungsposten von Drittanbietern einen Riegel vorschieben. Einrichten lässt sie sich über einen Hotline-Anruf beim Mobilfunkanbieter oder auch online im jeweiligen Kundenbereich. Beim Einrichten sollte man allerdings daran denken, dass manche Drittanbieterdienste, wie etwa die Abrechnung von Apps über die Mobilfunkrechnung, durchaus gewollt sind.

Günstige Handytarife finden
Top