LTE-Verfügbarkeit

Schnelles Internet für alle noch Zukunftsmusik

In Deutschland gibt es immer noch Haushalte, die keinen schnellen Internetzugang haben. Zwar arbeiten die Netzbetreiber weiter am LTE Ausbau und haben ihn in einigen Bundesländern quasi abgeschlossen, aber einigen bleibt die schnelle Netzanbindung weiterhin verwehrt.

LTE 4G© Sikov / Fotolia.com

Linden (red) - LTE soll die "weißen Flecken" der Internet-Landschaft füllen, denn mit dem neuen Mobilfunkstandard soll auch dort schnelles Internet verfügbar werden, wo bisher noch kein DSL oder Kabel Internet verfügbar ist. Die Bundesnetzagentur hat den LTE-Anbietern dabei die Vorgabe gemacht, als erstes eben diese weißen Flecken zu versorgen, bevor bestimmte Frequenzen für den LTE Ausbau in urbanen Zentren genutzt werden dürfen. Dieser Verpflichtung sind die Anbieter in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz inzwischen nachgekommen. Doch nach wie vor gibt es Gebiete, in denen keine schnelle Internetverbindung verfügbar ist. Das kann verschiedene Gründe haben.

Einige könnten auf der Strecke bleiben

In den besagten Gebieten haben 90 Prozent der Haushalte Zugang zu schnellem Internet, womit die Vorgaben der Bundesnetzagentur als erfüllt gelten. Die Anbieter haben nun die Möglichkeit, das LTE-Netz nach eigenem Ermessen weiter auszubauen, ohne dass sie die restlichen zehn Prozent an das Highspeednetz anschließen müssen. Pech haben kann auch, wer eine langsame DSL-Leitung hat, aber trotzdem durchs Raster rutscht, weil die Verbindung gerade eben als schnell gilt. Denn die Anbieter sind nicht verpflichtet, zusätzlich LTE verfügbar zu machen. Die Telekom weist teilweise darauf hin, dass LTE-Tarife nicht gebucht werden können, weil ein DSL-Anschluss möglich ist.

Senderadius von LTE ist begrenzt

Auch die Reichweite der LTE-Funkmasten kann die Verfügbarkeit eingrenzen: Diese senden in einem Empfangsbereich von drei bis neun Kilometern. Ausschlaggebend für den Senderadius sind die geografischen Begebenheiten. Ist der nächste Funkmast neun Kilometer entfernt, empfängt man nur selten ein ausreichendes Signal. So kommt es, dass gerade in recht weitläufigen, ländlichen Gebieten eine Gemeinde bereits LTE buchen kann, die andere Ortschaft ganz in der Nähe aber nicht. Zudem ist es auch möglich, dass ein Haushalt am Ortseingang LTE empfangen kann, wohingegen das Signal am Ortsende zu schwach ist.

LTE-Anbieter halten sich bedeckt

Ob die LTE-Abdeckung in den Gebieten, in denen die Ausbaukriterien der Bundesnetzagentur erfüllt sind, in naher Zukunft gesteigert wird, oder ob man zunächst den wirtschaftlich rentableren Weg einschlägt, die Städte mit LTE zu versorgen, bleibt abzuwarten. Die Anbieter halten sich zu dieser Thematik bedeckt, betonen jedoch gleichzeitig, dass der LTE-Ausbau deutschlandweit vorangetreiben werden soll, teilweise auch parallel zu weiteren Breitband-Techniken.

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