So nehme ich meine Handynummer mit
Linden (red) - Das Wichtigste vorneweg: Man kann seine Mobilfunknummer von jedem Anbieter aus mitnehmen, denn von Seiten der Bundesnetzagentur ist den Kunden ein lebenslanges Nutzungsrecht auf ihre Rufnummer zugesagt. Somit gehört die Rufnummer dem Kunden und nicht dem jeweiligen Anbieter. Die eigentliche Mitnahme der Rufnummer ist ganz einfach: Beim alten Anbieter muss ein Formular ausgefüllt werden, auf dem man die Portierung selbst beantragt. Bei Prepaid-Tarifen kommt noch eine Verzichtserklärung hinzu.
Kunden sollten beim Ausfüllen der Anträge vorsichtshalber alle Angaben zur Person genau so übernehmen, wie sie sie bei Vertragsabschluss mit dem alten Anbieter gemacht haben. Das bedeutet: Schreibweise des Namens, ein zweiter Vornamen, Abkürzungen etc. sollten genau so im Formular stehen, wie sie auch im alten Vertrag aufgeschrieben wurden, denn ansonsten kann es bisweilen zu Problemen bei der Portierung kommen.
Nicht zu jedem Anbieter kann man seine Nummer mitnehmen
Bei der Portierung der Rufnummer macht es inzwischen in den meisten Fällen keinen Unterschied mehr, ob man eine Prepaid-Karte kauft oder einen Vertrag abschließt. Allerdings gibt es immer noch einige wenige Discounter, bei denen das Mitbringen einer Rufnummer nicht möglich ist. Das bedeutet: Auch wenn die Rufnummernmitnahme bei den meisten Anbietern inzwischen gang und gäbe ist, sollte man sich vor dem Wechsel besser nochmal informieren.
Fristen einhalten, sonst ist die Handynummer futsch
Ein wichtiger Punkt bei der Rufnummernportierung ist die Wahrung der Fristen: Werden diese nicht eingehalten, darf der Anbieter die Rufnummer neu vergeben. Der Antrag auf die Portierung der Rufnummer kann frühestens vier Monate vor Vertragsende gestellt werden, der letztmögliche Zeitpunkt liegt vier Wochen nach Vertragsende. Wenn man seine Rufnummer behalten will, ist es natürlich besser, auf "Nummer sicher" zu gehen und nicht bis zum letzten Moment zu warten.
Rufnummer mitnehmen kostet maximal 30,78 Euro
Da eine Portierung für die Anbieter einen gewissen Verwaltungsaufwand bedeutet, ist die ganze Angelegenheit für die Kunden nicht kostenlos. Doch es gibt eine Preisgrenze: Maximal 30,78 Euro darf die Rufnummernmitnahme kosten, hat die Bundesnetzagentur festgelegt. Viele Anbieter verlangen aber nur 25 Euro oder sogar weniger. Wer Glück hat, bekommt vom neuen Anbieter einen Bonus für die Mitnahme der Rufnummer. In solchen Fällen ist die Portierung dann zumindest rein rechnerisch kostenlos.
Kann man seine Nummer auch noch nachträglich portieren?
Bei einigen Anbietern kann man die Handynummer auch noch nachträglich umziehen lassen, beispielsweise wenn die Laufzeit des Neuvertrages schon beginnt, bevor der alte Vertrag ausgelaufen ist. Die Anbieter teilen dem Kunden in diesen Fällen eine provisorische Rufnummer mit. Selbige fällt einfach weg, wenn der Vertrag beim alten Anbieter ausläuft und die Nummer portiert werden kann. Wichtig ist: Die Antragsfristen für die Mitnahme der Nummer vom alten Anbieter müssen auch in diesem Fall eingehalten werden.
Ist die Portierung erfolgt, erhält der Kunde eine SMS des neuen Anbieters mit einer Bestätigung. Aufgrund der Systemumstellung kann es bei der Portierung an sich zu kurzfristigen Empfangsunterbrechungen des Mobilfunkanschlusses kommen.
Nicht vergessen: Daten von der alten SIM-Karte sichern
Bei der Rufnummernmitnahme bleiben zwar Ruf- und Mailboxnummer gleich, alle anderen Daten wie Text- oder Sprachnachrichten, Telefonnummern etc. gehen wegen des Anbieterwechsels jedoch verloren, sofern sie auf der SIM-Karte gespeichert sind. Daher sollte man diese vor Auslaufen des Vertrages unbedingt noch kopieren.
Besonderheiten, die für Prepaid-Tarife gelten
Prepaid-Kunden sollten daran denken, dass mit der Verzichtserklärung, die sie für die Rufnummernmitnahme unterschreiben, der Anspruch auf ein mögliches Restguthaben auf ihrer Karte ebenfalls erlischt. Zudem werden die Portierungskosten meistens ebenfalls vom Prepaidguthaben abgezogen.

