Ratgeber

Zehn nützliche Schutzmaßnahmen für Smartphonebesitzer

Smartphones sind äußerst beliebt bei Dieben. Aber meist ist der Verlust nicht auf das Gerät allein beschränkt, häufig genug sind auch persönliche Daten betroffen und es entstehen weitere Kosten.

Mobilfunk© goodluz / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Wem ein Smartphone abhanden kommt, der hat meist noch mehr Ärger als beim Verlust eines herkömmlichen Handys. Der Dieb oder Finder erhält Zugang zu sozialen Netzwerken, zu Bank- und E-Mail-Konten und zu privaten oder geschäftlichen Daten. Doch wer mit Schutzprogrammen und Sperren vorsorgt, kann den Datenverlust vermeiden und Fremdzugriff verhindern.

Wichtige Schutzvorkehrungen

In erster Instanz sollten man von der PIN-Funktion des Handys Gebrauch machen. Dabei handelt es sich aber nur um eine Variante: Smartphone-Besitzer sollten sich überlegen, eine automatische Tastensperre mit Geheimnummernfunktion zu aktivieren. Es gibt aber auch Programme, die das Telefon beim Einlegen einer fremden SIM-Karte sperren. Als weitere Vorsorgemaßnahme sollte man die Seriennummer seines Handys kennen. Diese benötigt man, um Anzeige erstatten und das Gerät einwandfrei identifizieren zu können. Die 15-stellige sogenannte "IMEI-Nummer" ist auf dem Typenschild des Handys zu finden, meist unter dem Akku, oder auf dem Lieferkarton. Bei Eintippten der Tastenkombination "Stern-Raute-Null-Sechs-Raute" (*#06#) erscheint die IMEI auch im Display des Mobiltelefons.

Daten zweifach sichern

Sehr ärgerlich wird es auch, wenn man seinen geliebten Urlaubsfotos oder anderen Erinnerungen mit dem Verlust des Handys "Adieu" sagen muss. Zu den Vorsorgemaßnahmen gehört somit auch, sämtliche Daten wie Fotos oder Dokumente gesondert zu speichern. Dafür kann man etwa eine spezielle Software nutzen, die häufig beim Kauf mitgeliefert wird und dazu dient, Daten auf einen Computer zu spielen. Oder man greift auf bestimmte Online-Dienste zurück, die einem erlauben, Sicherheitskopien in einer Internetdatenbank zu speichern.

Erste Sofortmaßnahmen bei Verlust

Wer sein Smartphone nicht mehr findet, sollte immer zunächst versuchen, es anzurufen. Bleibt der Anruf erfolglos, sollte der nächste Schritt die sofortige Sperrung der SIM-Karte sein, damit Finder oder Dieb nicht mit dem Smartphone telefonieren können. Die Sperrung kann über das Online-Kundenportal oder über bestimmte Service-Rufnummern des jeweiligen Mobilfunkanbieters erfolgen. Die Informationen findet man gewöhnlich in seinem Mobilfunkvertrag.

Nützliche Programme: Orten per GPS und Fernsperrung

Es gibt es je nach Anbieter spezielle Schutz-Programme, die teils kostenpflichtig sind. Sie können das Handy per GPS lokalisieren sowie aus der Ferne den Zugriff sperren und die Daten verschlüsseln. Bei manchen Handy-Betriebssystemen sind ähnliche Funktionen wie eine Fernsperrung bereits vorhanden, die noch aktiviert werden müssen. Einige Programme informieren den rechtmäßigen Besitzer per Email, sobald im gestohlenen Telefon die SIM-Karte ausgetauscht wird und er erfährt die neue Rufnummer und den Standort des Smartphones.

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