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Ben-Q

Manager sollen für Pleite zahlen

Ehemalige Top-Manager des insolventen Handyherstellers Ben-Q Mobile und seiner taiwanesischen Mutter sollen mit eigenem Vermögen für die Pleite des deutschen Milliardenkonzerns haften. Insolvenzverwalter Martin Prager fordert nach Informationen der Süddeutschen Zeitung von mehreren Ex-Managern Schadensersatz in Millionenhöhe.

(ddp) - Damit eskaliere der Streit um eine der größten Insolvenzen in Deutschland. Gut zwei Jahre nach dem Aus der ehemaligen Siemens-Handysparte unter dem Dach des taiwanesischen Ben-Q-Konzerns könnten frühere Spitzenmanager nun vor deutschen Gerichten landen. Prager habe, so verlautete aus Justizkreisen, drei taiwanesische Spitzenmanager verklagt: Ex-Geschäftsführer David Wang, den damaligen Finanzchef Alex Liou und den früheren Vizechef des Gesamtkonzerns, Jerry Wang.

Für die drei Taiwanesen könnte die Pleite dem Bericht zufolge teuer werden: Prager fordert den Angaben zufolge von jedem einzelnen Manager 28 Millionen Euro Schadenersatz. Möglicherweise müssten in dem Fall weitere ehemalige Manager mit Verfahren rechnen, heißt es in Justizkreisen. Offen blieb zunächst, ob auch auf den Ex-Chef von Ben-Q Mobile, Clemens Joos, Millionenforderungen des Insolvenzverwalters zukommen.

14.01.2009

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