Mehr Speed für Datentransfer
Ein neuartiger optischer Gigabit-Transceiver für hohe Datenraten soll die 500-fache Datenmenge einer DSL-Verbindung ins Netz bringen.
Dieser Medienkonverter soll es ermöglichen, das Glasfasernetz flächendeckend bis in die Nähe der Endgeräte zu verlängern - also ohne Kupferleitungen auf den letzten Teilstücken bis zum Hausanschluss. Die Technologie ist bereits praxisreif. Entwickelt wurde der Transceiver von Ulrich Lohmann an der FernUniversität in Hagen in Kooperation mit dem Hersteller Microsens.
Der Transceiver bildet als Medienkonverter die Brücke zwischen dem konventionellen hausinternen Netzwerk und den Glasfaserkabeln. So soll ein flächendeckendes Glasfasernetz bis zu den Endgeräten kostengünstig realisiert werden können. Wegen der vielfach höheren Leistungsfähigkeit der Glasfasern gegenüber Kupfer sollen die Übergabestellen möglichst nah an die Endgeräte herangeschoben werden. Denn die Kupferleitungen zwischen den Verteilstationen und den Hausanschlüssen der Endnutzer wirken wie Datenbremsen.
Sind die optischen Signale per Glasfaser an der Schnittstelle des Endnutzers angekommen werden sie dort von einem USB-Stick großen Medienkonverter in elektrische Signale umgewandelt. Der Transceiver wird im Installations- bzw. Multiportconverter installiert: "So müssen wir nur noch kurze Entfernungen zu PC, Netzdrucker, Access-Punkt, Internet-Telefon oder Webcam durch konventionelle Leitungen überbrücken", erläutert Lohmann. Direkt bis zu den Endgeräten können die Glasfasern nicht gelegt werden, weil es noch keine genormte Schnittstelle für PC-Transceiver gibt. Für die neue Technologie seien fast alle Rechner geeignet. Einige benötigten eventuell eine neue Netzwerkkarte.
03.03.2009

