Telekom-Wettbewerber wollen angreifen
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom wollen die Versorgungslücke bei schnellen Internet-Zugängen rascher und günstiger schließen als der frühere Staatsmonopolist. In bis zu 15 Monaten könnten die unversorgten Gebiete Deutschlands an die Datenautobahn angeschlossen werden, teilte der Branchenverband VATM am Montag in Berlin mit.
(AFP) - Die Wettbewerber könnten das Versorgungsproblem in ländlichen Gegenden oder in den Randgebieten größerer Städte "schneller, günstiger und effizienter" lösen als die Telekom, indem sie auf moderne Technologien wie Glasfaser oder Funk setzten, erklärte der VATM: Website. Dabei wollen die Telekom-Konkurrenten nicht nur schneller, sondern auch besser sein. Von der "Hälfte der Zeit" und mit "höheren Bandbreiten" als bei der Telekom ist die Rede.
Mit der Offerte wollen die Unternehmen offenbar Pläne der Telekom durchkreuzen, die der Bundesregierung kürzlich angeboten hatte, das DSL-Netz mit Milliardensummen flächendeckend auszubauen und dabei auf staatliche Subventionen zu verzichten. Als Gegenleistung forderte das Telekommunikationsunternehmen höhere Preise bei der Vermietung ihrer Leitungen an die Konkurrenz. Hintergrund: Als ehemaliger Staatsmonopolist muss sich die Telekom die meisten ihrer Preise von der staatlichen Bundesnetzagentur: Website genehmigen lassen.
29.12.2008

