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Die Telefonzelle hat noch lange nicht ausgedient

Telefonzelle
Ja, es gibt noch welche - und selbst im Handy-Zeitalter kann die Telefonzelle noch gute Dienste leisten. Wir geben Tipps zu Einsatzmöglichkeiten und Kosten!

In der Ära von Mobiltelefonen, Flatrates und Internetcafés verschwindet sie immer mehr aus dem Stadtbild, aber es gibt sie noch - die Telefonzelle. An Flughäfen, Bahnhöfen, Poststellen und in Einkaufzonen stehen vielerorts noch Telefonhäuschen. Die Fernsprecher der Gegenwart sind meist am Magenta-Grau-Gewand der Telekom zu erkennen, hier und da kann man aber auch noch über eine alte, postgelbe Telefonzelle stolpern.

Telefonzelle – ein Häuschen schreibt Geschichte

Die Telefonzelle ist in Relikt aus den Anfängen der Telefongeschichte. Die ersten Apparate sind bereits vor mehr als einem Jahrhundert ans Netz gegangen, genauer gesagt in Berlin im Jahr 1881. Die ersten öffentlichen Telefonzellen mit Münzeinwurf kamen dann rund zwei Jahrzehnte später auf. Seit 1990 werden diese vermehrt durch Kartentelefone verdrängt, bei denen man ganz bargeldlos telefonieren kann. Im Wandel der Zeit haben sich die Telefonapparate der mobilen Kultur angepasst. So kann man an den Stationen nun mancherorts auch SMS verschicken oder im Internet surfen.

Telefonzellen sind oft nur noch ein Notbehelf

Telefonzelle
(Foto/Abb.: Deutsche Telekom AG)
Dennoch, der Griff zum öffentlichen Telefon ist inzwischen eher die Ausnahme denn die Regel. Wer von unterwegs telefonieren will, zückt meist sein Mobiltelefon. So avanciert die Telefonzelle mehr und mehr zum Notbehelf, wenn das Handy einmal zu Hause liegen geblieben, der Akku leer oder schlicht kein Empfang zu bekommen ist. In diesen Situationen bieten die öffentlichen Telefone dann eine Möglichkeit, von unterwegs günstig zu plaudern.



Wer ein Telefonhäuschen sucht, wird zwar nicht immer überall gleich fündig werden, aber mehr als 100.000 Telefonzellen stehen immerhin noch in ganz Deutschland. Ein Gros davon gehört der Deutschen Telekom. Etwa die Hälfte aller öffentlichen Telefone nimmt Karten – Telefonkarten, Calling Cards, Geldkarten oder Kreditkarten. Kleingeld schlucken viele der Apparate aber genauso. Euromünzen werden favorisiert, die alte D-Mark akzeptieren Telefonzellen aber auch heute noch.

Was das Telefonieren an der Telefonzelle kostet?

Die Gebühren werden bei Telefonzellen in Tarifeinheiten abgerechnet. Der Preis liegt einheitlich bei zehn Cent, egal ob man mit Bargeld oder Karte bezahlt. Durch unterschiedliche Längen der Tarifeinheiten variieren aber letztendlich die Minutenpreise. Für zehn Cent kann man im Ortsbereich 27 Sekunden lang telefonieren, deutschlandweit sind es 18 Sekunden. Für Gespräche ins Mobilfunknetz muss man umgerechnet etwa 0,80 Euro pro Minute berappen, ins Ausland fallen pro Gesprächsminute zwischen 0,67 und 3 Euro an.

Mit Calling Cards an Telefonzellen Geld sparen

Eine günstige Call-by-Call Vorwahl kann man übrigens in einer Telefonzelle der Telekom nicht nutzen. Sparpotential bietet hier eine Calling Card, die oft merklich niedrigere Minutenpreise für Telefonate ins deutsche Fest- und Mobilfunknetz hat. Selbst wer knapp bei Kasse ist oder weder Kleingeld noch Telefonkarte bei sich hat, kann an den öffentlichen Fernsprechern telefonieren. Die Kosten zahlt im sogenannten R-Gespräch der Gesprächspartner, sofern er den Anruf annimmt.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung kann für die Richtigkeit keine Haftung übernommen werden.
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