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Frühjahrsputz: So werden Smartphone, Tablet und PC aufgeräumt

Auch das Smartphone, das Tablet und der Computer müssen regelmäßig auf Vordermann gebracht werden, um wichtige Daten zu sichern und sie auch vor dem Zugriff durch Fremde zu schützen. Dabei reicht es leider nicht aus, nur die automatischen Updates durchlaufen zu lassen.

Smartphone reinigenBeim Smartphone gehört mehr dazu, als nur die äußere Hülle zu reinigen.© ipopba / Fotolia.com

Der Frühling ist da und damit die perfekte Zeit, um sich von alten Sachen zu trennen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Vielerorts wird nun wieder der Putzlappen geschwungen. Aber wie sieht es mit dem Aufräumen von PC, Tablet und Smartphone aus? Das Reinigen von Bildschirm und Tastatur reicht dabei nicht aus: Ausmisten, Flicken und Aktualisieren sind die Zauberwörter, denn der Frühjahrsputz ist auch digital unerlässlich. Wie genau der virtuelle Putzlappen am effektivsten geschwungen wird und was dabei zu beachten ist, zeigt eine 6-Punkte Checkliste, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammengestellt hat.

Schritt 1: Müll sortieren und raustragen

Wie in der realen Welt gilt es zu Beginn der Aufräumaktion, unnötige Gegenstände in den Müll zu werfen. In der virtuellen Welt sind das nicht mehr genutzte Programme oder Apps, die man entfernen kann. Dabei sollte man sich die Frage stellen, welche Daten wirklich noch benötigt werden und welche gelöscht werden können. Anders als beim Wohnungsputz reicht nicht das bloße Verschieben von Daten in den Papierkorb - dies entfernt zunächst nur die Verweise, nicht die Inhalte selbst. Deshalb gilt es, den Inhalt des Papierkorbs regelmäßig zu löschen, damit die Festplatte nicht zu voll wird. Denn der Papierkorb wird erst automatisch geleert, wenn der von gelöschten Dateien belegte Speicherplatz die vorgegebene Größe überschreitet.

Schritt 2: Spuren im Internet beseitigen

Genau so wichtig wie das Ausmisten auf den eigenen Festplatten ist das Beseitigen von überflüssigen Online-Daten. Dazu gehören auch nicht verwendete Nutzerkonten von sozialen Netzwerken oder Shopping-Seiten, die gelöscht werden können. Die Löschfunktion solcher Konten ist bisweilen nur schwer zu finden und wird durch aufwendige Verfahren erschwert. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Suchmaschinen helfen dabei, die richtigen Seiten zu finden. Geeignete Suchbegriffe könnten sein: "löschen profil +Name des Netzwerkes/der Seite".

Schritt 3: Daten sortieren und sichern

Fast jeder hat schon einmal Daten oder Dokumente verloren. Fast jeder Nutzer von Computern, Tablets oder Smartphones weiß, dass Daten verschluckt, plötzlich nicht mehr auffindbar sowie durch Schadsoftware gelöscht oder verschlüsselt werden können. Trotzdem machen Nutzer viel zu selten Datensicherungen. Solche Backups sollten regelmäßig durchgeführt werden. Der Frühjahrsputz sollte folglich genutzt werden, um zu kontrollieren, dass alle Daten gesichert sind und keine wichtigen Inhalte verloren gehen. Auch das Backup selbst kann auf Wiederherstellbarkeit geprüft werden.

Schritt 4: Passwörter ausmisten und für mehr Sicherheit sorgen

Der Frühjahrsputz ist ein guter Anlass, mit der nötigen Sorgfalt auch Passwörter zu überprüfen und sachgerecht zu verändern. Dabei gilt es auch an Zugangsdaten zu denken, die man sonst nicht im Blick hat, wie WLAN-/Router-Passwort, Nutzerkonten am PC und im Internet. Auch bei Passwörtern tun sich viele Benutzer schwer, weswegen grundsätzlich folgende Tipps beachtet werden sollten:

  • Mindestens 12 Zeichen lang
  • Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen sollten enthalten sein
  • Keine Eigennamen oder Begriffe, die in Wörterbüchern vorkommen
  • Keine gängigen Varianten wie Wiederholungs- und Tastaturmuster (z.B. 01234 oder asdfgh)
  • Eigenes Passwort für jeden Dienst.

Schritt 5: Updates und Patches installieren

Viele Programme und Apps suchen automatisch nach Updates. Zum Frühjahrsputz gehört es deshalb auch zu überprüfen, ob tatsächlich die aktuellste Software auf Ihrem Gerät installiert und die automatische Aktualisierung aktiviert ist. Jede veraltete Software bietet Einfallsmöglichkeiten für schädliche Viren. Deshalb bieten Hersteller regelmäßig sogenannte Patches (englisch für "Flicken") an, die Sicherheitslücken schließen und Verbesserungen integrieren. So sollten man zunächst checken, welche Programme automatische Update-Services erhalten und diese aktivieren. Gegebenenfalls sollten die Patches und Updates auch selbständig heruntergeladen und installieren werden.

Schritt 6: Zugänge einschränken

Viele Computer und Tablets werden insbesondere in Familien von mehreren Mitgliedern genutzt. Doch nicht jeder sollte auf alles zugreifen können. Insbesondere Kinder sollten keinen Zugang zu Filmen für Erwachsene oder den Kontodaten der Eltern besitzen. Seit dem letzten Frühjahrsputz kann sich hier einiges getan haben - er ist immerhin ein Jahr her. Höchste Zeit für eine Überprüfung der Nutzerkonten auf den Geräten. Welche Verwaltungsrechte haben etwa die Kinder und auf welche Dateien können sie zugreifen? Gibt es einen Gäste-Zugang? Wer hat Zugangsberechtigungen zum heimischen WLAN-Netzwerk?

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