Wann beim Call-by-Call die 0 wegfällt
Linden (red) - Bei einem Telefongespräch im deutschen Festnetz wählt man zunächst die Vorwahl. Diese setzt sich aus der Verkehrsausscheidungsziffer 0 und der Ortskennzahl zusammen. Danach folgt die Nummer des einzelnen Anschlusses. Während die Ortsvorwahlen mit 02 bis 09 anfangen, ist Sonderrufnummern (unter anderem Call-by-Call) die 01 zugeordnet.
Beim Call-by-Call immer die komplette Nummer wählen
Beim Call-by-Call fängt die Telefonnummer in Deutschland mit 010 oder 0100 an. Nach dieser Vorwahl wählt man die gewünschte Rufnummer, und zwar komplett. Bei einer Nummer im Ortsbereich wird die Vorwahl komplett weggelassen, wie bei jedem "normalen" Telefongespräch auch. Rufen sie also jemanden im gleichen Vorwahlbereich an, wählen Sie die Call-by-Call-Vorwahl und anschließend die Telefonnummer ohne Ortsvorwahl. Rufen Sie ein Telefon im Fernbereich an, ist die Reihenfolge Call-by-Call-Vorwahl, Ortsvorwahl, Rufnummer. Die Ortsvorwahl muss auch hier komplett eingegeben werden.
Wann wird die 0 denn nun weggelassen?
Die 0 der Ortsvorwahl muss man nur dann weglassen, wenn man vom Ausland aus nach Deutschland telefoniert. Ein Auslandsgespräch wird mit 00 eingeleitet, dann folgt die Länderkennzahl und anschließend Ortsvorwahl und Rufnummer. In diesem Fall muss man bei der Ortsvorwahl die 0 weglassen, nicht nur beim Call-by-Call, sondern bei jedem Telefongespräch. Beim Call-by-Call läuft also alles wie beim regulären Telefonat, einziger Unterschied ist die Call-by-Call-Vorwahl.
Keine Regel ohne Ausnahme
Ein Hinweis noch zu Gesprächen von Deutschland ins Ausland: Ob man dabei die Null weglässt, hängt vom so genannten Wählplan eines Landes ab. In vielen Ländern lässt man die Null der Ortsvorwahl weg, aber in Italien zum Beispiel bleibt die Null bestehen. In Spanien kommt als erste Zahl eine 9, und auch die lässt man nicht weg. In den Niederlanden, in England und Österreich beispielsweise wird die Null nach der Länderkennung weggelassen.

