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So bleibt telefonieren im Ausland erschwinglich

Wer im Ausland unterwegs ist, der hat in der heutigen Zeit meist auch sein Handy oder Smartphone dabei. Doch das kann ganz schön teuer werden, wenn man einfach drauflos telefoniert – Flatrate hin oder her. Wir zeigen Ihnen einige Kniffe, wie es günstig bleibt!

Der Weg eines Auslandsgespräches mit dem Handy

Egal ob es nun ein direktes Nachbarland von Deutschland ist oder einige tausend Kilometer weiter weg – wer sich nicht mehr in Deutschland befindet, der muss auf seine Handyrechnung aufpassen. Ob es nun das Telefonat nach Hause ist oder der Anruf der Freundin am gleichen Strand: Das Gespräch läuft in jedem Fall über das ausländische Netz und das lassen sich die Provider in Form von Roamingkosten bezahlen. Gleiches gilt auch für SMS und besonders für mobiles Internet. Daher sollte man sich schon vor der Auslandsreise gut über die Möglichkeiten im Reiseland informieren.

EU macht telefonieren im Ausland günstiger

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland nicht nur hoch, sondern beinahe unbezahlbar. Seit einigen Jahren hat die EU jedoch ein wachsames Auge auf die Roaming-Kosten. So darf seit Juli 2014 innerhalb der EU eine Gesprächsminute nicht mehr als 19 Cent kosten, eine SMS nicht mehr als sechs Cent und ein übers mobile Internet empfangenes Megabyte maximal 20 Cent kosten (hinzu kommt noch die jeweilige Mehrwertsteuer). Diese Regelung gilt jedoch nur innerhalb der EU – in anderen Ländern nicht!

Handy AuslandTelefonieren im Ausland kann teuer sein - muss es aber nicht unbedingt.© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Weltweit gültig für einen EU-Bürger ist jedoch die 50-Euro-Grenze (ebenfalls netto, in Deutschland also knapp 60 Euro), die man für die Nutzung des mobilen Internets eingerichtet hat. Da bei manchen Diensten die Megabytes doch schnell fließen, wird der Internetzugang bei 50 Euro abgeschaltet, um den Verbraucher vor zu hohen Kosten zu schützen. Bevor man sich auf Kostengrenzen verlässt, sollte man jedoch sichergehen, dass im eigenen Tarif diese auch gelten – denn angeboten werden muss der sogenannte "Eurotarif", aber er muss nicht in jedem Fall voreingestellt sein.

Auslandstarife ermöglichen günstiges Telefonieren im Ausland

Wer eine Fahrt ins Ausland plant, der hat meist die Möglichkeit, bei seinem Mobilfunkanbieter einen speziellen Auslandstarif zu buchen, welcher die Roamingkosten etwas drückt. Ob sich der zusätzliche Tarif lohnt, muss man anhand seiner Gewohnheiten herausfinden. Wie oft wird man vermutlich nach Deutschland telefonieren? Wie viel Datenvolumen fürs mobile Internet verbrauchen? Ist man innerhalb der EU unterwegs, kann man oft für wenige Euro ein kleines Paket buchen.

Prepaid-Karten aus dem jeweiligen Land am günstigsten

Eine weitere Möglichkeit, mit seinem Smartphone günstig im Ausland zu telefonieren, ist, sich eine Prepaid-Karte aus dem jeweiligen Land zuzulegen. Innerhalb des Ziellandes telefoniert, simst und surft man dann zu den gleichen Konditionen wie die Einheimischen. Daher ist diese Möglichkeit besonders für Vielnutzer oft die günstigste. Beim Kauf sollte man jedoch darauf achten, dass der Vertrag der SIM-Karte weder einen Mindestumsatz noch Mindestlaufzeit vorschreibt.

Übersicht: Prepaid-Karten für's Ausland

Kostenfalle Kreuzfahrtschiff

Wer im Ausland telefonieren möchte, der sucht sich also am Besten eine Prepaid-Karte aus dem jeweiligen Land. Doch was ist, wenn man mit dem Schiff verschiedene Länder anläuft? Besonders hier ist Vorsicht geboten, da Schiffe in der Regel über Satellit ans Netz angebunden sind. Hier gelten die Roaming-Regelungen der EU nicht. Daher sollte man sich vor der ersten Aktion mit dem Smartphone bei der Schiffsgesellschaft über die entsprechenden Kosten informieren oder am besten seine Telefonnutzung auf ein Minimum zurückfahren.

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