Internetstick

congstar-Surfstick im Test: Mobiles Internet mit UMTS

Der Kölner Telekommunikationsanbieter congstar, quasi die Discount-Hausmarke der Deutschen Telekom, bietet nach DSL und Prepaid-Handytarifen seit April 2010 auch mobiles Internet an - mit einem eigenen Internetstick.

congstar Surfstick© congstar

Mobiles Internet von congstar: Keine Mindestvertragslaufzeit, keine Kündigungsfrist

Es ist schon etwas verwunderlich, dass congstar - durchaus ein Inbegriff für günstiges Surfen und Mobiltelefonieren - so lange brauchte, um einen eigenen UMTS-Surfstick auf den Markt zu bringen; Konkurrenten wie etwa Fonic waren anderthalb Jahre schneller. Das Angebot per se ist aber nicht schlecht für Gelegenheitsnutzer: Der Tarif Prepaid Internet-Stick mit Tagesflat kostet von 0 bis 0 Uhr 2,49 Euro, es gibt keine Mindestvertragslaufzeit und also auch keine Kündigungsfrist.

Internetstick von congstar ist sinnvolle Ergänzung des Produktportfolios

Ungeachtet dessen ist der congstar-Internetstick eine gute und sinnvolle Ergänzung des congstar-Produktportfolios, denn mobiles Internet ist der Mobilfunk- und Internet-Trend schlechthin. Im Café, im Zug, im Garten - überall kann man mit einem USB-Internetstick online gehen und Webseiten abrufen, E-Mails checken oder twittern. UMTS-Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer - und dort, wo kein UMTS verfügbar ist, kann man immerhin noch mit EDGE oder GPRS surfen.

Tagesflatrate von congstar erreicht 384 kbit/s mit UMTS

Gleichwohl die Prepaid-Tagesflat von congstar auf dem hochwertigen Netz der Deutschen Telekom aufbaut, ist mit dem congstar-Internetstick nur eine Maximalgeschwindigkeit von 384 kbit/s im Downstream und 32 kbit/s im Upstream möglich. Das ist ausreichend für Gelegenheitsnutzer, allerdings weniger, als die Konkurrenz bietet. Im Speed-Vergleich mit Fonic etwa ist congstar nur zweiter Sieger: Die Tagesflatrate bei Fonic kostet 2,50 Euro und bietet bis zu 3,6 Mbit/s, die Tagesflatrate von congstar kostet 2,49 Euro, bietet aber eben nur maximal 384 kbit/s. HSDPA oder HSUPA werden von congstar also nicht unterstützt.

Ab 500 MB wird die congstar UMTS-Flatrate gedrosselt auf GPRS

Bei der "congstar Tagesflat" sollte beachtet werden, dass es sich nicht um eine 24 Stunden-Flatrate handelt - der Zugang gilt immer bis 0 Uhr, dann startet ein neuer Abrechnungsmodus. Wer also um 23 Uhr online geht und bis 1 Uhr surft, nutzt zwei Abrechnungstage. Im Gegensatz dazu bieten etwa Telekom Mobilfunk mit dem Tarif "Xtra web'n'walk DayFlat" oder Vodafone mit dem Tarif "WebSessions (24 Stunden)" echte 24 Stunden-Flatrates, die beispielsweise von 15 bis 15 Uhr gültig sind.

Wie andere Prepaid-Anbieter auch, tritt congstar auf die Volumenbremse, sobald man "viel" Traffic erzeugt - ab 500 MB pro Tag ist Schluss mit UMTS-Geschwindigkeit und man wird auf GPRS-Geschwindigkeit (vergleichbar mit ISDN) gedrosselt. Das aber ist bei allen UMTS-Anbietern übliche Praxis.

Der congstar Internetstick: USB-Kabel und viel Service

congstar, das wissen Bestandskunden, hat einen großen Vorteil: den Service, denn der wird bei congstar fraglos groß geschrieben. Der Internetstick kommt mit Kurzbeschreibung und einem umfangreichen "Erste-Schritte-Guide", in dem ausführlich erklärt wird, wie man den congstar Internetstick und die Einwahl- und Verwaltungssoftware "congstar Internet-Manager" nutzt. So können auch Einsteiger ruck-zuck mit dem congstar Internetstick online gehen. Klasse auch: bei schwacher Funkversorgung kann man das mitgelieferte USB-Kabel (siehe Foto) nutzen, um den Empfang des Funksignals zu verbessern - einfach zwischen Computer und congstar-Internetstick stecken! Ein weiterer Pluspunkt des congstar Internetsticks ist der Umstand, dass dieser auch als USB-Stick genutzt werden kann - dafür muss man einfach eine SD-Karte (bis 32 Gigabyte möglich!) einlegen.

Der congstar Internet-Manager für den Internetstick

Die zum Surfen erforderliche Einwahlsoftware installiert sich unkompliziert via Plug&Play - einfach den congstar Internetstick in die USB-Buchse des Rechners stecken, schon geht's los. Nach der Installation steht congstar-Kunden eine übersichtliche und intuitive Bedienoberfläche zur Verfügung - auch hier bietet congstar mehr als die Konkurrenz. Über die Software kann man SMS senden (congstar-Einheitspreis von 9 Cent in alle Netze) oder lesen, Kontakte im Telefonbuch speichern, alle Verbindungsstatistiken einsehen (Dauer, Geschwindigkeit, Datenmenge, inkl Reset-Button) und das Guthaben verwalten. Telefonieren kann man mit der congstar-SIM-Karte freilich auch, dafür muss die Karte aber ins Handy gesteckt werden.

Guthaben für den congstar Internetstick aufladen

Denn, ganz klar: Um mit dem congstar-Internetstick online gehen zu können, muss man immer mindestens 2,49 Euro auf dem Prepaid-Konto haben. Das Guthaben kann man über die Software bzw. im congstar-Kundenbereich online aufladen oder an über 50.000 Verkaufsstellen - etwa an Aral-Tankstellen oder real- und Rossmann-Filialen.

congstar Surfstick kommt ohne SIM-Lock

Der Internetstick von congstar (www.congstar.de) kommt ohne SIM-Lock, kann also auch mit anderen Handy-Karten bestückt werden, wie unser Test mit einer Prepaid-Karte von Fonic ergeben hat. Allerdings sollte man bedenken, dass man dann die Funktionen des congstar Internet-Managers nicht mehr nutzen kann - etwa die Kontoabfrage. Die Software dient dann wirklich nur zur Interneteinwahl.

Der congstar Internetstick ist prima für Einsteiger

Fazit: Der congstar Internetstick ist ideal für UMTS-Einsteiger - die umfangreiche Bedienungsanleitung, die guten Auflademöglichkeiten der SIM-Karte, die übersichtliche Einwahlsoftware und die Möglichkeit, mit der SIM-Karte auch zu telefonieren, sind klare Pluspunkte. Ebenso die Tatsache, dass man den Surfstick auch als USB-Speichermedium nutzen kann, indem man eine SD-Karte einlegt - das können andere Internetsticks zwar auch, doch nicht alle bieten die Möglichkeit, SD-Karten bis zu 32 Gigabyte einzulegen.

Die Geschwindigkeit von maximal 384 kbit/s reicht zum Abrufen von E-Mails und optimierten Mobil-Anwendungen, bleibt aber leider hinter den Geschwindigkeiten der Konkurrenz zurück, die bis zu 3,6 oder 7,2 Mbit/s im Downstream bieten. In Sachen Preis/Leistung ist der congstar Internetstick also keine Empfehlung für Dauersurfer.

Für congstar-Bestandskunden ist der Internetstick insofern von Interesse, als das man nur eine Karte zum Telefonieren und Surfen benötigt - allerdings muss dafür die Karte vom Internetstick ins Handy umgesteckt werden. Wer übers Handy surfen will, zahlt ebenfalls die Tagesflat von congstar; eine Volumenabrechnung nach KB oder MB gibt es nicht. Und: der USB-Internetstick kommt immer mit SIM-Karte - wer schon eine congstar-Karte hat, kann die neue also gleich "auf die Seite" legen.

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