Glasfaser© nobelium / Fotolia.com

Breitband-Internet: Mal mobil, mal stationär

Eine allgemeingültige Definition, die festlegt, welche Datenübertragungsraten erreicht werden müssen, damit ein Internetzugang das 'Prädikat' Breitband verliehen bekommt, gibt es nicht. Doch für die meisten Anwender dürfte feststehen, dass für eine komfortable Internetnutzung eigentlich mindestens 2 Mbit/s, also 2000 Kbit/s, vonnöten sind.

Ein Breitband-Internetzugang ermöglicht einen Datentransfer mit hoher Geschwindigkeit, vor allem im Vergleich zu älteren Zugangstechniken wie Modem- oder ISDN-Verbindungen. Diese sogenannten Schmalbandtechniken verfügen über deutlich niedrigere Datenübertragungsraten. Bei der Breitbandversorgung wird zwischen verschiedenen Techniken unterschieden: Neben leitungsgebundenen Techniken wie DSL, FTTx, Kabel und Powerline gibt es die drahtlose Techniken UMTS/HSDPA, LTE, WLAN/WiFi und WiMAX. In Deutschland ist der Datentransfer über das Telefonnetz via DSL am weitesten verbreitet.

Breitband als Basis für wirtschaftliches Wachstum

Leistungsfähige Breitbandnetze bilden die Grundlage für ökonomisches Wachstum, da sie einen schnellen Informations- und Wissensaustausch ermöglichen. Breitbandnetze sind inzwischen ebenso Teil der wirtschaftlichen Infrastruktur wie Straßen, Kanäle und Energie- beziehungsweise Wasserverteilungsnetze. Sie gestatten den Einsatz innovativer Dienste wie eWork, eGovernment, eLearning et cetera und sichern den Zugang zu audiovisuellen Medieninhalten ebenso wie zu Infotainmentdiensten.

Multimedia-Datenmengen erfordern Breitband

Doch nicht nur bei Unternehmen ist der Bedarf an Breitband-Anschlüssen da: Im Zeitalter von YouTube-Videos, IP-Fernsehen und Internettelefonie genügen langsame Internet-Anschlüsse nicht mehr den täglichen Anforderungen. Für Wenignutzer, die nur ab und ins Netz wollen bzw. müssen, mag eine Geschwindigkeit wie aus ISDN- oder Modem-zeigen noch tolerabel sein, doch inzwischen wird selbst beim mobilen Surfen ein höherer Speed erreicht. Klar ist: Wo die Datenabrufe aus dem Internet umfangreicher und aufwändiger werden, ist Bandbreite gefragt - und die muss hoch sein. Breitband eben.

Breitband-Tarife im Vergleich (DSL, Kabel, LTE) - hier klicken!

Auch mobiles Internet wird schneller

Doch nicht bei stationären Internet-Anschlüssen werden immer höhere Anforderungen an die Bandbreite gestellt, mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets sind auch mobil schnelle Download-Geschwindigkeiten gefragt. Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE sind Download-Raten von bis zu 150 Mbit/s möglich – die entsprechende Hardware vorausgesetzt. Damit hat das Breitband-Netz auch für mobile Nutzer einen neuen Standard erreicht. Wer jedoch auf dem Land wohnt, kann von solchen Geschwindigkeiten oft nur träumen, denn genauso wie schnelle DSL-Anschlüsse ist auch LTE-Netz ist noch lange nicht flächendeckend ausgebaut.

Breitband-Versorgung auf dem Land

Vor allem in ländlich geprägten Regionen haben viele Haushalte noch keine Möglichkeit, auf breitbandiges Internet zuzugreifen. Diese Gebiete werden oft als 'weiße Flecken' bezeichnet. Die Installation von funkbasierten Breitbandtechniken - Stichwort LTE - zählt zu den schnellsten Möglichkeiten, diese Regionen mit Breitband zu versorgen und ist bereits in einigen Gegenden zur Anwendung gekommen. Doch oft scheitern derartige Projekte an der Angst vieler Menschen vor möglicherweise gesundheitsgefährdenden Nebenwirkungen der hochfrequenten elektromagnetischen Felder.

Auf der Grundlage zahlreicher Studien über die Auswirkungen von Elektrosmog hat die Internationale Kommission zum Schutz der nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) weltweit anerkannte Grenzwerte erarbeitet, bei deren Einhaltung keine gesundheitlichen Risiken bestehen. Dabei sind die Frequenzen der elektromagnetischen Felder ausschlaggebend, unabhängig von der Art ihrer tatsächlichen Anwendung.

Breitband-Intitiative der Bundesregierung

Da es neben der Verfügbarkeit aber vor allem auf die Qualität der Internetverbindung ankommt, hat sich die Bundesregierung im Rahmen ihrer Breitbandstrategie zum Ziel gesetzt bis 2014 75 Prozent der Haushalte mit Internetanschlüssen auszustatten, die über eine Datentransferrate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde verfügen. Anschließend soll daran gearbeitet werden, diese Übertragungsrate flächendeckend verfügbar zu machen.

News zum Thema
  • Telekom VDSL-Anschluss
    Vectoring-Ausbau

    Telekom: Bis zu 100 Mbit/s für weitere 850.000 Haushalte

    In zahlreichen Orten quer durch Deutschland beschleunigt die Deutsche Telekom in dieser Woche ihre Breitbandanschlüsse. Dank Vectoring-Einsatz steht für viele Haushalte nun VDSL-Speed von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung.

    weiter
  • Amazon
    Gerüchte

    Kommt bald der Internetzugang von Amazon?

    Amazon will Gerüchten zufolge auch Internetzugänge anbieten. Der Streaming-Dienst "Prime Video" könnte mit einem Breitband-Anschluss kombiniert werden. In Deutschland könnte beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Telekom denkbar sein.

    weiter
  • NetCologne
    Preisoffensive

    Kampfansage: NetCologne lockt mit Doppel-Flats zum Tiefpreis

    NetCologne bietet seine Doppel-Flats zwölf Monate lang zum Kampfpreis von 17,90 Euro an. Wie der Preis danach aussieht und welche Ersparnis sich ergibt, zeigt unser Überblick.

    weiter
Top