Telefon© Peter Atkins / Fotolia.com

Callthrough: Die Call-by-Call-Alternative

Callthrough ist eine Alternative zum Call by Call, denn Call-by-Call ist nur über Telekom-Anschlüsse nutzbar. Callthrough ist dagegen z.B. auch über's Handy möglich.

Beim Callthrough-Verfahren wählt man zuerst eine Einwahlnummer des Callthrough-Anbieters, die häufig eine Mehrwertdienste-Rufnummer ist. Dann bekommt man eine freie Leitung gestellt und kann die gewünschte Rufnummer eingeben, worauf man sogleich verbunden wird. Mit Callthrough kann man besonders bei Gesprächen ins Ausland sparen, aber auch, wenn man ohne Flatrate in die Mobilfunknetze telefoniert.

Kann jeder Callthrough nutzen?

Callthrough ist eine Alternative zum Call by Call, das ja nur Kunden mit einem Telekom-Festnetzanschluss nutzen können. Von anderen Festnetzanschlüssen oder auch vom Handy aus kann man auf Callthrough zurückgreifen. Bei einigen Anbietern kann es sein, dass bestimmte Nummern gesperrt werden, denn sie sind nicht wie die Telekom verpflichtet, die Nutzung von Sparvorwahlen zu erlauben.

Wie werden die Kosten für Callthrough berechnet?

Der Callthrough-Anruf wird berechnet, sobald eine Verbindung zum Anbieter zustande gekommen ist - das heißt, eine Verbindung zum Callthrough-Computer. Wenn danach keine Verbindung zu dem eigentlichen Adressaten möglich ist, wird der Anrufversuch trotzdem berechnet, mit der innerdeutschen Gebühr, die für die Verbindung zum Callthough-Computer anfällt. Der Computer kann ja gewissermaßen immer angerufen werden, deshalb ist hier jeder Versuch kostenpflichtig. Natürlich gilt das nicht für den Minutenpreis zum Zielland, der fällt bei einer nicht zustande gekommenen Verbindung nicht an.

Ähnlich liegt der Fall, wenn beim angerufenen Teilnehmer besetzt ist, dann fallen trotzdem Kosten für die Gesprächsgebühren an, da ab dem Zeitpunkt berechnet wird, ab welchem man den Anbieter erreicht hat, im Gegensatz zum Call by Call. Hier wird erst berechnet, wenn der Angerufene abhebt. Ein weiterer Unterschied zu Call by Call: Im Callthrough gibt es keine Pflicht zur Tarifansage!

Callthrough mit und ohne Anmeldung

Es gibt zwei Arten von Callthrough: Dienste mit und ohne Anmeldung. Gerade bei Anrufen in exotischere Länder kann es sein, dass man um einen Anbieter mit Anmeldung nicht herumkommt. Doch auch die Nutzung eines solchen Callthrough-Dienstes ist in der Regel ganz einfach: Man registriert sich einmalig, lädt ein Guthaben auf und telefoniert dieses dann ab - ähnlich wie bei einem Prepaid-Handy. Damit der Anruf zugeordnet und verrechnet werden kann, muss dann, oftmals durch Aufforderung eines automatischen Ansagesystems, ein PIN-Code eingegeben werden, bis schließlich die eigentliche, gewünschte Telefonnummer gewählt werden kann.

Beim sogenannten "offenen" Callthrough dagegen muss man sich nicht anmelden, sondern kann gleich lostelefonieren. Die Gebühren werden über die Telefonrechnung des Netzbetreibers abgerechnet.

News zum Thema
  • Telefonieren
    Auslandsgespräche

    Call-by-Call fast immer am günstigsten

    Call-by-Call ist für Auslandsgespräche fast immer die günstigste Möglichkeit, so das Verbraucherportal Verivox. Allerdings können diese Möglichkeit nur Telekom-Kunden nutzen, während die Konkurrenz des Bonner Unternehmens oft noch teurer ist als dieses.

    weiter
  • Telefonieren im Ausland
    Ventengo

    App für Callthrough und Callback auf dem Handy

    Der VoIP-Dienst Ventengo hat zusätzlich zu seiner VoIP-App auch eine App für Callthrough und Callback im Angebot. Diese wurde für iOS aktualisiert, für Android ist sie ganz neu. Ventengo Mobile ist kostenlos in den App-Shops verfügbar.

    weiter
  • Unitymedia / Kabel BW
    Auch für Bestandskunden

    Kabel BW und Unitymedia passen Preise an

    Kabel BW und Unitymedia führen zum April eine neue, vereinheitlichte Preisliste ein, die speziell für Kabel-BW-Kunden einige Erhöhungen mit sich bringt. Das betrifft vor allem zahlreiche Auslandsziele, aber auch für Telefonate innerhalb Deutschlands gibt es Änderungen.

    weiter
Top