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Cloud-Dienste: Der Speicher in der Wolke

Dropbox, iCloud, Telekom Mediencenter… Wer heute noch nach seinem USB-Stick sucht, um seine Daten vom einen Gerät aufs andere zu transportieren, der hat möglicherweise den Trend zum Cloud-Dienst verpasst. Was steckt hinter diesem Begriff und wie geht man mit dem Online-Speicher um?

Online-Speicher, die möglichst auf jedem Gerät mit Internet verfügbar sind, nennen sich Cloud-Dienste. Von diesen gibt es mittlerweile zahlreiche im Netz. Meldet man sich bei einer Cloud an, bekommt man meist kostenlos einige Gigabyte zur Verfügung gestellt; ist man bereit zu zahlen, können es auch mehrere hundert werden. Die Cloud kann man anschließend so nutzen, wie man einen USB-Stick oder eine Festplatte nutzen würde, mit dem Unterschied, dass die Daten beim Cloud-Dienst gespeichert werden und so von überall aus erreichbar sind.

Wer den Anfang bei Cloud-Diensten machte

Die Idee der Cloud-Dienste wurde im Kopf eines Informatikstudenten aus Boston geboren. Dieser ärgert sich auf einer Zugfahrt über einen vergessenen USB-Stick, weswegen er seine Arbeit nicht erledigen konnte. So beschließt er, eine Alternative zu finden und hält direkt die ersten Zeilen für seine Cloud fest. Heute ist Dropbox wohl einer der bekanntesten Cloud-Dienste.

Was kann ein Cloud-Dienst?

Die grundsätzliche Aufgabe einer Cloud besteht darin, Daten überall verfügbar zu machen, unabhängig von einem USB-Stick oder einer Festplatte. Ob man nun Textdateien, Bilder oder Videos ablegt, ist dabei egal. Wichtig ist, dass man die verschiedensten Geräte mithilfe einer solchen "Datenwolke" synchronisieren kann. Viele Dienste lassen sich direkt über den Browser bedienen, für andere braucht es eine kleine Desktop-Anwendung oder App. Wirklich etablieren konnte sich die Cloud jedoch erst durch das breitbandige Internet: Es macht heute kaum noch einen Unterschied, ob man die Daten auf einen Datenträger kopiert oder ins Internet hochlädt – beides geht sehr schnell.

Wer hat Zugriff auf Cloud-Inhalte?

Eine weitere Besonderheit der Cloud ist es, dass man auch Freunden, Arbeitskollegen oder Verwandten Zugriff auf seine Daten geben kann. So wird das Teilen und Weitergeben von Daten schnell und einfach gestaltet. Mit ein paar Klicks ist eine Datei oder ein ganzer Ordner freigeschaltet. Der Empfänger wird per Mail benachrichtigt und erhält über einen Link Zugang. Benutzt er selbst den gleichen Cloud-Dienst, erscheint die Datei vielleicht auch einfach in seinem Online-Speicher.

Wie sicher sind die Daten in der Cloud?

Zwar nehmen die Cloud-Anbieter das Thema Datensicherheit sehr ernst, haben jedoch Probleme bei der Umsetzung. Das liegt schlicht und einfach am genutzten Medium: Etwas über das Internet zu versenden und zu sagen "Das ist sicher", ist ein Trugschluss. Cloud-Dienste könnten durchaus mehr für die Datensicherheit tun. So werden die Daten oft erst auf den Servern des Anbieters verschlüsselt, nicht aber vorab auf dem Gerät des Senders. Bei einigen Dateien mag das nicht von Belang sein, bei Daten, die man selbst als etwas geheimer ansehen würde, sollte man sich den Upload jedoch überlegen.

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