Cyanogen OS© Cyanogen Inc.

Cyanogen OS – das individuellere Android?

Mit CyanogenOS existiert seit 2013 ein freier Android-Ableger, der aus dem populären Android-Ersatz CyanogenMod entstanden ist und mit vielen Personalisierungsmöglichkeiten, Sicherheit und trotzdem vollem Play-Store-Zugriff wirbt.

Die Ursprünge von CyanogenMod liegen im Jahr 2008, als kurz nach dem Erscheinen des HTC Dream eine Möglichkeit gefunden wurde, an Administratorrechte zu gelangen. Da Android von Haus aus ein quelloffenes Betriebssystem ist, bestand nun die Möglichkeit, das ursprüngliche OS durch eigene Varianten zu ersetzen. CyanogenMod entstand als eines dieser Projekte und gewann schnell an Popularität.

Was ist besonders bei Cyanogen OS?

Der Android-Ableger legt vor allem Wert auf viele Personalisierungsmöglichkeiten und feinere Einstellungen, zum Beispiel bei der Rechtevergabe an Apps. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil von CyanogenMod ist, dass man mit seiner Hilfe auch auf ältere Smartphones eine neuere Android-Version installieren kann, selbst wenn der Hersteller keine Updates mehr für das eigene Smartphone ausliefert und man mehrere offizielle Versionen hinterherhinkt.

Cyanogen OS auf neuen Smartphones vorinstalliert

2013 begann dann das Kapitel CyanogenOS mit der Gründung der Cyanogen Inc., die sich die Kommerzialisierung von CyanogenMod zum Ziel macht. Obwohl dieser Schritt in der Community für einige Kontroversen sorgte, sind inzwischen mehrere Smartphones (z.B. das OnePlus One oder das BQ Aquaris X5) mit vorinstalliertem CyanogenOS erschienen. Für Nutzer hat dies einen entscheidenden Vorteil: Man muss nicht erst das eigene Smartphone "rooten" und ein neues Betriebssystem installieren, sondern genießt den gleichen Komfort wie bei nativem Android und kann sofort loslegen.

Zugriff auf Millionen von Apps

An dieser Stelle könnte man sich fragen, ob man sich mit CyanogenOS nicht ein Nischensystem ins Haus holt, für das am Ende die Apps fehlen. Glücklicherweise ist dem nicht so, denn durch seine Android-Wurzeln ermöglicht CyanogenOS den Zugriff auf den gesamten Play-Store. Außerdem sind die klassischen Google-Dienste mit an Bord, genauso wie Updates und neue Features für Android ihren Weg aufs eigene Smartphone finden.

Features von Cyanogen OS und Unterschiede zu Android

Womit grenzt sich der Konkurrent dann aber von Android ab? Wie schon erwähnt lassen sich große Teile des Bedien-Interface individuell anpassen, sei es über Themes, die Farbe oder Buttons individualisieren, oder sogar eine angepasste Steuerung, bei der man selbst entscheidet, welche Aktion beispielsweise der Doppel-Klick auslöst. Weiterhin wurden einige Grundfunktionen überarbeitet – so lassen sich Spam-Anrufe über eine umfangreiche Datenbank automatisch unterdrücken und mit AudioFX steht eine alternative Standard-App zur Musikwiedergabe bereit.

Als letzte Kernpunkte sind Sicherheit und Datenschutz zu erwähnen: Auf Wunsch wird das Zahlenfeld bei jeder Pin-Eingabe neu gemischt, sodass niemand durch Beobachten oder Fingerabdrücke den eigenen Pin knacken kann. Außerdem lassen sich die einzelnen Berechtigungen für jede App separat anpassen, wodurch man zum Beispiel gerade ungenutztes Geotracking unterbinden kann, obwohl die App die Berechtigung pauschal einfordert.

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