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Datenroaming: Im Ausland mit Kostenlimit mobil surfen

Mit Datenroaming werden die Gebühren bezeichnet, die beim mobilen Surfen im Ausland anfallen. Während man bei "Roaming" meist die Gebühren für Telefonie im Ausland meint, bezieht sich Datenroaming allein auf die Datennutzung.

Wer auf Reisen mit dem Handy oder Notebook mobil im Internet surft, kann sich nun selbst eine Kostengrenze verordnen. Verliert man bei seinen Surfaktivitäten den Datenzähler im Hintergrund aus den Augen, zieht automatisch eine Kostenbremse und klemmt die Verbindung ab. Die EU hatte den Mobilfunkanbietern das Limit fürs so genannte Datenroaming auferlegt, nachdem wiederholt Fälle mit Schock-Rechnungen bekannt geworden waren.

Beim Datenroaming schnappt oft die Kostenfalle zu

Das Surfen im Ausland mit Handy oder Notebook konnte lange Zeit schnell richtig teuer werden. Selbst nachdem die EU bei Handygesprächen im Ausland eine Preisobergrenze fixiert hatte, konnten die Mobilfunkanbieter ihre Preise beim Datenroaming frei gestalten. Das hat sich nun teilweise geändert. Die Tarife sind dennoch vielfach um einiges höher als die fürs Surfen innerhalb Deutschlands. Außerdem rechnen die Anbieter die Datenverbindungen nach Volumen ab. Das mag beim Stöbern im Netz oder beim Abrufen von E-Mails kaum ins Gewicht fallen, das Hoch- und Herunterladen von Videos oder Bildern bringt den Datenzähler allerdings schnell zum Rotieren.

Eine Kostenobergrenze pro Megabyte für Datentarife gibt es seit Juli 2013. Ende April 2016 liegt diese bei 20 Cent pro MB (ohne MwSt.) oder maximal fünf Cent Aufschlag auf den MB-Preis des Heimattarifs.

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Kostenlimit fürs Datenroaming verordnet

Zudem hat die EU eine Preisobergrenze von 50 Euro für die Nutzung des mobilen Internet im Ausland festgezurrt – die Mehrwertsteuer einberechnet, ergibt dies ein Limit von knapp 60 Euro. Dies gilt weltweit, während die Grenze pro MB nur innerhalb der EU greift. Ist die 60-Euro-Grenze erreicht, wird das weitere Datenroaming aus dem Ausland gesperrt. Eine Vorwarnung erhalten Kunden, haben sie das Kostenlimit zu 80 Prozent ausgeschöpft. Die Mobilfunkanbieter können auch ein Limit in anderer Höhe festlegen, zudem sollte der Kunde sich überzeugen, dass er nicht eine andere Art der Abrechnung eingestellt hat. Der Kunde ist mit dem EU-Tarif zwar in vielen Fällen geschützt, das Limit ist aber auch schnell erreicht, wenn man beispielsweise Fotos verschickt.

Datenroaming mit Kostenlimit nur in Ländern der EU

Das Limit pro MB gilt in allen Ländern der EU sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein. In allen anderen Ländern greift lediglich der Kostendeckel beim mobilen Surfen. Das betrifft etwa die Schweiz sowie beliebte Reiseziele wie die Türkei und die USA.

Bei den beiden größten deutschen Netzbetreibern Telekom und Vodafone ist das Limit fürs Surfen im Ausland über den Kundenservice oder übers Internet buchbar. o2-Kunden können sich telefonisch an den Kundenservice wenden. Auf Wunsch kann die Preisobergrenze auch jederzeit wieder deaktiviert werden.

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