E-Book Reader© contrastwerkstatt / Fotolia.com

E-Reader: Der Bücherschrank zum Mitnehmen

E-Reader sind zwar nicht die einzige Möglichkeit, elektronischen Lesestoff zu konsumieren, aber wahrscheinlich die komfortabelste. Die Geräte sind handlich, leicht und ganz auf die Bedürfnisse des Lesers eingestellt. Auf dem deutschen Markt sind vor allem zwei große Player aktiv.

E-Book-Reader (oder kürzer E-Reader) haben mittlerweile doch einige Fans, ob als Ersatz für die Bibliothek zu Hause oder als Ergänzung. Die Tatsache, dass mehrere Tausend Bücher in einem Gerät Platz haben, das nicht einmal 200 Gramm wiegt, spricht für sich. Nach einer längeren Anlaufzeit hat sich die Nutzung von E-Readern in Deutschland auf einem relativ stabilen Niveau eingependelt. So berichtete der Bitkom im Herbst 2016, dass rund ein Viertel der Deutschen digitale Bücher liest. Knapp jeder zweite davon nutzt einen speziellen E-Reader.

Vorteile von E-Readern gegenüber Tablet & Co.

Natürlich kann man E-Books auch auf dem Tablet, auf dem PC oder sogar dem Smartphone lesen. Der E-Reader bietet dem gegenüber aber doch einige Vorteile. Das Display ist perfekt aufs Lesen ausgerichtet, heute merkt man kaum noch einen Unterschied zu Papier. E-Book-Reader sind leichter als Tablets und der Akku hält deutlich länger durch als bei den multifunktionalen Geräten, die noch etliche weitere Aufgaben zu erfüllen haben.

Funktionen wie Lesezeichen und Wörterbücher machen das Lesen auf dem E-Reader bequemer. Und dank der Cloud-Anbindung kann man E-Books auch auf mehreren Endgeräten parallel lesen, etwa morgens mit dem Reader anfangen und unterwegs mit dem Tablet an der gleichen Stelle weitermachen. Für Vielleser lohnt sich die Anschaffung eines E-Readers also durchaus, zumal haufenweise Klassiker kostenlos als E-Books verfügbar sind.

Die beliebtesten E-Reader

Der erste E-Reader, der den meisten einfällt, ist wohl der Weltmarktführer, Amazons Kindle. In Deutschland jedoch gibt es starke Konkurrenz: Der tolino entspringt einer Allianz mehrerer großer Buchhandelsketten wie Hugendubel, Thalia und Weltbild. Die tolino-Allianz brachte ihren ersten E-Reader 2013 auf den Markt, also etliche Jahre später als Amazon. Trotzdem schaffte es der Buchhändler-Verband 2015, an Amazon vorbeizuziehen und sich in Deutschland zum Marktführer aufzuschwingen.

Sowohl Amazon als auch die tolino-Alllianz bieten jeweils mehrere Geräte an, vom günstigen Basis-Reader bis zu teureren Versionen, die dann Funktionen wie Beleuchtung mitbringen. Neben dem Kindle und tolino gibt es natürlich noch weitere E-Reader, allerdings decken die beiden Platzhirsche einen Großteil des deutschen Marktes ab. Alternativ bieten aber auch Hersteller wie Kobo oder PocketBook E-Reader an; Sony hat sich inzwischen aus dieser Sparte verabschiedet. So wird für viele die Entscheidung zwischen Amazon und tolino fallen.

Kindle oder tolino: Eine grundsätzliche Entscheidung

Diese Entscheidung ist dann auch grundlegend wichtig für den weiteren E-Book-Konsum. Auch wenn es über Umwege möglich ist, einen Teil der E-Books auch auf dem anderen E-Reader zu lesen: Wer einen Kindle hat, kauft seine Bücher bei Amazon, als tolino-Besitzer ist man flexibler. Man kann im vorinstallierten Shop des jeweiligen Buchhändlers einkaufen oder auch auf einer anderen Plattform – außer bei Amazon. Schuld sind die unterschiedlichen Formate. Während Amazon mit dem Kindle sein eigenes Format vertreibt, sind E-Reader anderer Hersteller mit dem verbreiteten ePub kompatibel.

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