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Einzelverbindungsnachweis erleichtert Rechnungskontrolle

Der Einzelverbindungsnachweis hilft bei der Kontrolle der Telefon- oder Handyrechnung. Auf ihm sind die einzelnen Verbindungen aufgezählt, die gewählten Nummern und Zeiten, zu denen man telefoniert hat. Doch es gibt einige Ausnahmen in der Regelung.

Wer eine Rechnung bekommt, will grundsätzlich nachvollziehen können, wie diese zustande kommt. Aus diesem Grund ist es in Deutschland für den Provider verpflichtend, Internetverbindungen und Telefongespräche sowie andere Dienstleistungen einzeln aufzuzählen, wenn der Kunde dies möchte. So kann der Kunde die einzelnen Aktionen zuordnen und auf diese Weise das Zustandekommen seiner Rechnung überprüfen.

Was enthält der Einzelverbindungsnachweis?

Damit man sein Telefongespräch oder die zustande gekommene Internetverbindung zweifelsfrei zuordnen kann, sind einige Daten durch die Bundesnetzagentur vorgeschrieben. So müssen auf jeden Fall das Datum und die Uhrzeit und die Zielrufnummer genannt werden. Auch bei Call-by-Call-Anrufen wird mindestens die Betreibervorwahl dokumentiert. Je nachdem, welche Abrechnungsart man gewählt hat, kommen weitere Daten wie die Dauer der Verbindung hinzu.

So fordert man den Einzelverbindungsnachweis an

Wer bisher noch keinen Einzelverbindungsnachweis erhält, sollte sich gegebenenfalls überlegen, diesen zu beantragen. Das tut man in schriftlicher Form bei seinem Netzbetreiber. Hat man Mitbewohner oder Mieter, die den gleichen Telefonvertrag wie man selbst nutzen, verpflichtet man sich, alle Betroffenen darüber zu informieren, dass die Verbindungen ausführlich dokumentiert werden. So fühlt sich keiner im Nachhinein seiner Privatsphäre beraubt. Der Vorteil der einfacheren Rechnungskontrolle sollte nun auf der Hand liegen. Grundsätzlich kann man den Nachweis nur erhalten, wenn man ihn vorab beantragt hat, einen Einzelverbindungsnachweis aus der Vergangenheit kann man nicht verlangen.

Grundsätzlich kommt der Einzelverbindungsnachweis in gedruckter Form. Hat man seinen Vertrag jedoch online abgeschlossen, kann der Anbieter den den EVN auch elektronisch erstellen.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Soviel zum Grundgedanken hinter dem Einzelverbindungsnachweis. Allerdings gibt es einige Ausnahmen, bei dem es doch etwas anders aussieht. So etwa bei Flatrate-Tarifen. Da man bei diesen einen Festbetrag zahlt und es daher eigentlich egal sein kann, wie viel und wohin man telefoniert, sind die Ausführungen meist nicht so detailreich. Möchte man genauere Daten haben, so bieten dies manche Netzbetreiber an, jedoch nicht immer unentgeltlich.

Auch wenn man etwa Freiminuten, Frei-SMS oder ein Inklusivvolumen hat, müssen die einzelnen Verbindungen nicht detailliert ausgewiesen werden – es sei denn, man überschreitet die inbegriffenen Kontingente.

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