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GPRS - früher schnell, heute Schneckentempo

GPRS steht für General Packet Radio Service und ist eine Form der Datenübertragung über Mobilfunk, der etwa doppelt so schnell ist wie ISDN. Dem Standard begegnet man heute meist dann, wenn der schnelle Datentarif auf GPRS-Speed abgebremst wird.

Der GPRS-Dienst ist für die Übertragung von Datenpaketen zuständig. Die Technologie unterscheidet sich jedoch in der Art der Übertragung von anderen Vermittlungsdiensten. So wird bei GPRS die zu übertragene Information vor dem Senden in kleine Pakete zerlegt, diese Pakete werden an den Empfänger übertragen und dort wieder zusammengesetzt. Der Vorteil dieser Übertragungstechnik ist die optimale Nutzung der Bandbreite im Handynetz.

Technischer Hintergrund zu GPRS

Bei der Einführung des GPRS-Dienstes musste die Struktur der bisherigen GSM-Netze grundlegend verändert werden. Es wurden sogenannte GPRS Support Nodes (GSN) installiert; diese Teile sind zuständig für die Gateway-Funktion und auch für das Roaming. Somit hat die Einführung von GPRS auch Vorteile bei der Auslandstelefonie gebracht. Damit eine reibungslose Funktion zwischen der Datenübertragung und der Telefonie gewährleistet werden kann, werden die Ressourcen gleichmäßig aufgeteilt. So wird das bestehende Mobilfunknetz gleichzeitig als Datenübertragungsnetz und auch als Sprachübertragungsnetz genutzt.

Die GPRS-Geschwindigkeit

Das GPRS-System gilt als Wegbereiter für das Internet im Mobilfunksektor und stellt eine Vorstufe zu UMTS dar. Allerdings unterscheiden sich beide Techniken grundlegend, denn GPRS basiert auf dem herkömmlichen GSM-Standard und kann auch nur die dort möglichen Geschwindigkeiten voll ausnutzen. Im Klartext heißt das, dass unter optimalen Bedingungen 110 kbps übertragen werden können. Diese Geschwindigkeit entspricht der doppelten ISDN-Geschwindigkeit. Für die Übertragung von E-Mails oder Webseiten, die reine Informationen zur Verfügung stellen, reicht diese Geschwindigkeit aus. Bei aufwändigen Seiten mit vielen Fotos oder aufwendigen Animationen geht das GPRS-System allerdings in die Knie.

GPRS gilt inzwischen als Drossel-Standard

GPRS ist überall dort verfügbar, wo ein normales GSM-Handy Empfang hat. Alle aktuellen Handys können mit GPRS funken. Inzwischen gilt GPRS im normalen Sprachgebrauch als der Standard, auf den man gebremst wird, wenn man das Limit seines schnellen Datentarifs überschritten hat. Man kann dann zwar immer noch im Internet surfen, alle bandbreitenintensiven Anwendungen sind jedoch kaum bis gar nicht mehr nutzbar.

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