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Was ist eine IP-Adresse?

Eine IP-Adresse ist mit der Adresse eines Wohnsitzes zu vergleichen. Jedes internetfähige Gerät hat eine einzigartige IP-Adresse, über welche es alle angeforderten Daten erhält.

Wenn Sie etwas in einem Online-Shop bestellen, dann wählen Sie das gewünschte Produkt aus und geben Ihre Adresse an, damit der Shop das Produkt an Sie liefern kann. Genau so ist dies auch bei einer IP-Adresse: Geben Sie beispielsweise "www.billiger-telefonieren.de" in Ihren Browser ein, so wird diese "Bestellung" von Ihrem Computer in Form von Datenpaketen ins Netz geschickt und landet beim Webserver von Billiger-Telefonieren.de. Dann sendet der Webserver die angefragte Seite in Form von "Paketen" an Ihre IP-Adresse - also die Anschrift Ihres Computers - zurück. Als Ergebnis sehen Sie die Startseite von Billiger-Telefonieren.de in Ihrem Browser - im Gegensatz zu der Bestellung im Online-Shop geschieht dies innerhalb von Sekunden.

Wie sieht die IP-Adresse aus?

Wie die IP-Adresse aussieht, kommt darauf an, nach welchem Standard sie vergeben wurde. Der bekanntere und ältere Standard IPv4 bringt IP-Adressen in Form des Beispiels 192.186.0.2 hervor. Die Problematik hierbei ist jedoch, dass in diesem Format die Anzahl der Adressen stark begrenzt ist. Da es immer mehr internetfähige Geräte gibt, musste etwas neues her.

Aus diesem Grund gibt es den neuen IPv6-Standard, welcher aus acht Zeichenblöcken besteht und sowohl Zahlen als auch Buchstaben enthält. Beispielsweise könnte eine IP-Adresse folgendermaßen aussehen: fc80:0010:0000:0000:0000:0000:0000:0002 Der Übersichtlichkeit wegen ist es bei diesem Standard erlaubt, die IP-Adresse verkürzt darzustellen. Hierfür werden Nullen durch Doppelpunkte ersetzt, sodass sich für obiges Beispiel fc80:0010::2 ergibt.

Wie erfahre ich meine persönliche IP-Adresse

Die eigene IP-Adresse kann über einige Websiten herausgefunden werden - beispielsweise www.meineip.de. Hier wird die IP-Adresse angezeigt, mit der Sie im Internet erreichbar sind, das ist in der Regel die des Routers. Der Computer hat dagegen eine eigene IP-Adresse, diese erfahren Sie über den Befehl "ipconfig" in der Eingabeaufforderung.

Wo kommt die IP-Adresse her?

Die IP-Adresse, welche durch die Datenpakete als Lieferadresse ins Internet gelangt, stammt vom Internetprovider und ist in der Regel nur für eine begrenzte Zeit gültig. Nutzt man einen Router, erhält dieser die IP-Adresse des Providers und die Endgeräte wiederum eine IP-Adresse vom Router. Es gibt auch dauerhafte IP-Adressen, die beispielsweise für Server oder an Standleitungen eingesetzt werden.

Weitere Funktionen der IP-Adresse

Neben der Hauptfunktion der Datenzuordnung kann man über die IP-Adresse zudem den Internetprovider und den ungefähren Standort herausfinden. Zudem kann der Anbieter über die IP-Adresse seine Kunden zuordnen und den Datenstrom verfolgen, auf diese Weise können beispielsweise Straftaten wie Abmahnverletzungen nachgewiesen werden. Die IP-Adressen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen gespeichert werden, etwa maximal sieben Tage, wenn dies der Beseitigung von technischen Störungen dient.

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