Mobilfunk© weha / Fotolia.com

Die deutschen Netzbetreiber im Mobilfunk

Netzbetreiber sind Unternehmen, die ein Verteilungs- oder Übertragungsnetz für mobile Kommunikation betreiben, ob nun in der Telekommunikation oder auf dem Energiemarkt. Im Bereich Mobilfunk gibt es in Deutschland drei Netzbetreiber.

Netzbetreiber sind Unternehmen, die ein Verteilungs- oder Übertragungsnetz für mobile Kommunikation betreiben, ob nun in der Telekommunikation oder auf dem Energiemarkt. Die deutschen Netzbetreiber im Mobilfunk, die auch zu den Mobilfunkanbietern zählen, sind die Telekom, Vodafone und Telefónica). Diese Riesen stehen aber als Anbieter nicht allein da. Es gibt eine Vielzahl an Tochtergesellschaften und Unternehmen, die Mobilfunkprodukte anbieten, ohne aber selbst ein eigenes Netz zu besitzen.

Vom ersten Netzbetreiber bis zum Mobilfunk-Discounter

Der erste Netzbetreiber im Mobilfunk-Bereich war die Deutsche Bundespost, aus der dann die Telekom hervorging. Die Post nahm 1958 das erste mobile Funknetz in Deutschland (A-Netz) in Betrieb und etablierte es. Die Telefongespräche wurden damals noch per Hand vermittelt. 1972 folgte das B-Netz, bei dem zwar schon die Selbstwahl unterstützt wurde, aber jede Funkzelle eine eigene Vorwahl besaß. Ab 1985 konnte das C-Netz beispielweise für Autotelefone genutzt werden, die ersten Handys wurden entwickelt. Darauf folgte der Wechsel von analogen Systemen zu digitalen Funknetzen, die technische Grundlage dafür wurde in Deutschland 1992 mit GSM geschaffen. Die daraus entstandenen D- und E-Netze werden heute von den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica (o2 und E-Plus) betrieben und genutzt.

Die "Großen" vertreiben ihre Produkte über spezialisierte Ladengeschäfte sowie online, stellen ihr Netz aber auch anderen Unternehmen zur Verfügung. Diese Mobilfunk-Provider kaufen sich in die Infrastruktur ein, mieten Ressourcen an und vermarkten so ihre eigenen Tarife. Neben direkten Töchtern sind es beispielsweise auch Supermärkte, die als Mobilfunk-Anbieter auftreten. Diese "Mobilfunk-Discounter" bieten oft vergleichsweise günstige Tarife an.

Die Netzbetreiber und die regionale Verfügbarkeit

Eine gute Netzabdeckung bedeutet, dass eine optimale Sprachqualität und Erreichbarkeit gewährleistet ist. Es gibt kein Mobilfunknetz, das eine deutschlandweite Netzabdeckung von 100 Prozent bietet, die Verfügbarkeit ist gebietsabhängig. Bei der Wahl des Netzbetreibers kann man aber auf die generelle Abdeckung achten oder auch Verfügbarkeiten abfragen und so je nach Wohnort das passende Netz aussuchen. Eine solide Netzabdeckung im ländlichen Bereich bieten beispielsweise die Netzbetreiber Telekom und Vodafone, aber auch hier können andere Netze gebietsweise eine bessere Qualität haben. In den größeren Städten hat man bei allen Netzbetreibern eine gute Chance auf eine solide Netzabdeckung bei Telefonie und mobilem Internet.

News zum Thema
  • Sicherheit im Internet
    Mobilfunk

    Sicherheitslücke im UMTS-Netz entdeckt

    Eine schwere Sicherheitslücke wurde im eigentlich als sehr sicher geltenden UMTS-Netz entdeckt. Dadurch war es beispielsweise möglich, SMS aus dem Bundestag abzufangen. Die Mobilfunkfirmen haben bereits reagiert.

    weiter
  • SIM-Karten
    Mobilfunk

    Liquid Broadband will Netzbetreiber werden

    Das Frankfurter Unternehmen Liquid Broadband plant ein bundesweites Mobilfunknetz, an dessen Ausbau jeder aktiv mitwirken kann. Kommt damit ein neuer Konkurrent für die verbliebenen deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber?

    weiter
  • Zusammenschluss O2 e-plus
    Unter Auflagen

    Grünes Licht für Fusion von o2 und E-Plus

    Die EU erlaubt die Mobilfunk-Fusion von E-Plus und o2 unter Auflagen. Brüssel will mit den Bedingungen Nachteile für Verbraucher verhindern. Nach der Fusion sinkt die Zahl der Wettbewerber am deutschen Markt auf drei.

    weiter
Top