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SDSL für Unternehmen: Standortvernetzung und schnelle Uploads

SDSL ist ein DSL-Standard für Unternehmen, die viel im Internet arbeiten und damit auch einen schnellen Upload benötigen, denn beim herkömmlichen ADSL ist der Upload meist erheblich langsamer als der Download.

Es gibt verschiedene DSL-Technologien, die entweder unterschiedliche Anwender adressieren oder die sich im Laufe der vergangenen Jahre entwickelt haben. Aus dem originären ADSL-Standard etwa entwickelten sich die schnelleren Standards ADSL2 und ADSL2+, seit einigen Jahren verspricht VDSL eine noch größere Bandbreite.

Allen genannten Übertragungstechniken ist eines gemein: Sie sind vornehmlich für Privatverbraucher gedacht, da der Download schneller ist als der Upload. Für Unternehmen, die auch schnelle Upstreams suchen, ist hingegen die SDSL-Technik von Interesse. Aber der Reihe nach.

ADSL-Technologie dominiert den Markt

Im DSL-Markt dominiert ganz eindeutig die Übertragungstechnik ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line). Diese Übertragungstechnik ist asymmetrischer Art, will heißen: Der DSL-Download ist schneller als der DSL-Upload. Seit die Telekom vor über zehn Jahren erstmals das so genannte T-DSL angeboten hat, sind die schnellen Internetzugänge zu DER Success-Story im Telekommunikationsmarkt schlechthin avanciert.

VDSL ist im Kommen

Die neuen VDSL-Anschlüsse (Very High Speed Digital Subscriber Line) bieten mehr Bandbreite - im Idealfall derzeit bis zu 50 Mbit/s -, sind aber nur in Ballungsgebieten verfügbar. Zudem sind auch VDSL-Zugänge asymmetrischer Natur, da der DSL-Downstream immer schneller ist als der DSL-Upstream. Je nachdem, wie es um die Verfügbarkeit von VDSL in den kommenden Jahren bestellt sein wird, wird auch dieser Standard auf großes Interesse bei Privatanwendern stoßen, das steht außer Frage, denn das Bedürfnis nach Bandbreite steigt in Zeiten von YouTube, Internetfernsehen & Co. unaufhörlich.

SDSL füllt die Lücke für Webworker und Unternehmen

Für Webworker und Unternehmen zahlreicher Branchen indes sind beide DSL-Übertragungsarten eher ungeeignet, da man hier Standortvernetzungen benötigt und oftmals große Uploads tätigt, weshalb man auf eine schnelle DSL-Leitung in beiden Richtungen angewiesen ist. Hier heißt die Lösung SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line). Diese symmetrische DSL-Art garantiert gleiche Bandbreite bei Up- und Downstream.

Über 100.000 SDSL-Anschlüsse jährlich in Deutschland

SDSL füllt quasi die Lücke zwischen ADSL und VDSL aus; pro Jahr werden - kaum wahrgenommen übrigens - über 100.000 SDSL-Anschlüsse in der Bundesrepublik geschaltet. Mit SDSL sind über 20 Mbit/s möglich - und zwar in beide Richtungen, also sowohl Download wie auch Upload. In Verbindung mit VPN ist das ein schlagkräftiges Argument für Unternehmen, auf eine SDSL-Leitung zu setzen. Vor diesem Hintergrund ist SDSL sogar eine Alternative zur dezidierten Standleitung.

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