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Was ist Streaming und wie funktioniert es?

Streaming bezeichnet die kontinuierliche Datenübertragung über ein Netzwerk, wobei Inhalte im Cache des Rechners vorübergehend zwischengespeichert werden. Der Vorteil: Bild und Ton werden in Echtzeit übertragen.

Beim Streaming können die gewünschten Inhalte - etwa Musik oder Videos - können konsumiert werden, noch bevor die Datei vollständig heruntergeladen wurde. Darüber hinaus müssen die Dateien nicht dauerhaft gespeichert oder wie beim Filesharing anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Anwendungsbeispiele für Streaming

Im Streamen von Computerspielen steckt großes Potenzial: Das Streaming macht leistungsstarke Rechner beziehungsweise Spielkonsolen überflüssig, da die Games einfach im Browser gestartet werden. User sollten lediglich über eine halbwegs schnelle Internetverbindung verfügen. Die Spiele-Streaming-Dienste OnLive und Gaikai arbeiten bereits an entsprechenden Konzepten.

Im Musikbusiness ist das Streamen von Liedern - also das direkte Abspielen im Internet - ein hart umkämpftes Feld, auf dem Betreiber von Musikplattformen versuchen, sich gegenseitig auszustechen: Aus Deutschland kommt neben Simfy die Berliner Plattform SoundCloud, aus Frankreich stammt der Onlinedienst Deezer und aus Großbritannien das Portal Rara. In Europa besitzt die schwedische Musikplattform Spotify noch immer den größten Bekanntheitsgrad, während Rhapsody eine der beliebtesten Musikplattformen der USA ist.

Beim Videostreaming können Videos live oder zu einem späteren Zeitpunkt im Browser angeschaut werden. Schlagzeilen macht in regelmäßigen Abständen vor allem das illegale Streaming, wodurch das legale Streaming oft aus dem Blickfeld verschwindet. Im Gegensatz zum illegalen Streaming kommt es beim legalen Streaming jedoch nicht zu Urheberrechtsverletzungen. Legales Streaming spielt nicht nur eine große Rolle in der Unterhaltungsbranche, sondern wird unter anderem auch beim E-Learning in Schulen und Universitäten eingesetzt.

Juristische Grauzone

Problematisch wird das Streaming dann, wenn unerlaubte Kopien urhebergeschützter Werke übertragen werden. Denn bei der Übertragung und Zwischenspeicherung des Streams wird dieser illegal vervielfältigt. Dennoch ist es juristisch gesehen umstritten, ob bereits der Konsum eines illegalen Streams als Urheberverletzung anzusehen ist.

Auch Portalbetreiber wägen sich oft in Sicherheit, da sich die illegalen Dateien nicht auf ihren Seiten befinden; stattdessen verlinken die Betreiber 'lediglich' auf die fragwürdigen Inhalte. Verletzungen des Urheberrechts werden übrigens mit Geldbußen, Schadensersatzforderungen und Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet.

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