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Tarifansage: Verbraucherschutz durch Informationspflicht

Früher ärgerte man sich über hohe Telefonrechnungen, wenn man unwissentlich bei einer teueren Servicenummer angerufen hatte. Heute kann dies nicht mehr passieren, da vor Zustandekommen des Gespräches eine Tarifansage stattfinden muss.

Durch die Tarifansage werden Kunden vor dem eigentlichen Anruf über die geltenden Konditionen aufgeklärt. Bei Service-Rufnummern (wie 0900er- oder 0180er-Rufnummern) ist dies schon seit einigen Jahren üblich und seit 2012 ist die Ansage des Preises auch für Call-by-Call-Gespräche verpflichtend. Die Preisanfrage und mindestens drei weitere Sekunden nach der Ansage müssen kostenlos sein. Durch einen Hinweis, dass das Gespräch kostenpflichtig ist, soll dem Anrufer genügend Zeit bleiben, um zu entscheiden, ob der Anruf zu den genannten Tarifen zustande kommen soll. Tritt der Fall ein, dass die Konditionen während des Gespräches geändert werden, so muss auch dies dem Anrufer mitgeteilt werden.

Welche Idee steckt hinter der Tarifansage?

Das Gesetz zur Tarifansage wurde verabschiedet, um die Verbraucher zu schützen. Durch die Ansage soll er nochmals vor dem Gespräch genau über die Preise informiert werden, sodass er entscheiden kann, ob er bereit ist, den genannten Preis für die Leistung zu zahlen. So entstehen keine ungewollten Kosten und Anbieter und Anrufer stehen auf der sicheren Seite.

Wird die Tarifansage umgesetzt wie gedacht?

Die Verpflichtung zu Tarifansage war natürlich ein großer Schritt hin zur Kundenfreundlichkeit, da dieser nun genau informiert wird, welche Kosten auf ihn zukommen, wenn er einen Service in Anspruch nimmt. Teure Anbieter haben nun kaum noch eine Chance, längere Verbindungen in Rechnung stellen zu können und sogenannte "Stundenhopper", die in der einen Stunde das Gespräch für unter einem Cent anbieten und in der anderen zehn Cent berechnen, müssen ebenfalls umdenken, da der Kunde die Preisänderung nun mitbekommen muss.

Durch verschiedene Stimmen oder Sprechgeschwindigkeiten versuchten manche Anbieter gerade zu Beginn der Ansagepflicht, den Anrufer zu verwirren. Auch werden die Tarife manchmal in wechselnden Währungseinheiten angegeben. So hört man am anderen Ende der Leitung "Null komma vier neun neun neun Euro pro Minute", welches in einer gewissen Geschwindigkeit für den Anrufer nur schwer zu verarbeiten ist. Auf jeden Fall ist genaues Hinhören wichtig. Ist man nicht sicher, dass man alles verstanden hat, sollte man lieber noch einmal wählen oder eine andere Vorwahl verwenden.

Wie findet man günstige Tarife?

Wer nicht erst zehn verschiedene Anbieter anrufen möchte, um herauszufinden, welcher denn nun der günstigste ist, dem sei der Schritt zu unserem Tarifrechner geraten. Dieser steht kostenlos zur Verfügung. Hier gibt der Nutzer einfach Daten, wie Gesprächsziel, Tag und Uhrzeit an und bekommt anschließend ohne lästige Sucharbeit günstige Sparvorwahlen angezeigt. Was Callthrough angeht: Hier gibt es noch keine Ansagepflicht, man wählt also besser vorher einen Anbieter mit Ansage aus.

Günstige Call-by-Call-Tarife finden
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