Telefonrechnung© PeJo / Fotolia.com

Wissenwertes rund um die Telefonrechnung

Die Telefonrechnung, die monatlich ins Haus flattert, wird vom Anschlussbetreiber erstellt, also beispielsweise von der Telekom. Sie enthält aber auch die Kosten für die Dienste anderer Anbieter, etwa, wenn man Call-by-Call nutzt.

Auch wenn Verbraucher verschiedene Telefondienste nutzen, erhalten sie nur eine Rechnung. Diese wird vom jeweiligen Anschlussbetreiber erstellt und enthält neben den Grundgebühren beispielsweise auch die Kosten für Call-by-Call-Dienste sowie für Sonderrufnummern. Diese Dienste werden extra aufgelistet und mit Namen, Anschrift und Kundendienstrufnummer ausgewiesen.

Einzelverbindungsnachweis

Ein Einzelverbindungsnachweis muss schriftlich beantragt werden. Er ist kostenfrei und führt alle Verbindungsdaten auf, die entgeltpflichtig sind. Der Einzelverbindungsnachweis enthält demzufolge das Datum und die Anschlussnummer des Kunden; die vollständige beziehungsweise verkürzte Zielrufnummer, je nach Wunsch des Kunden; die Verbindungsdauer sowie das in Rechnung gestellte Entgelt. Telefonate mit Beratungseinrichtungen dürfen im Einzelverbindungsnachweis übrigens nicht aufgelistet werden.

Fehlerhafte Rechnung

Kunden können bei begründeten Einwänden gegen einzelne Forderungen Einspruch erheben. Jede Rechnung sollte daher vom Kunden überprüft werden, bevor er sie abheftet. Fallen bei der Kontrolle der Rechnungen Fehler oder unklare Posten auf, sollte man diese unverzüglich reklamieren. Richtet sich der Widerspruch gegen Ansprüche, die nicht vom eigenen Telefonanbieter, sondern von einem anderen Dienst erhoben wurden, muss man seinen Einspruch auch an diesen adressieren. Verbraucherschützer raten bei der Reklamation zur Schriftform per Einschreiben. Hintergrund: Telefonische Beschwerden lassen sich später nur schwer nachweisen. In dem Brief sollte der beanstandete Fehler möglichst genau beschrieben sein.

Für korrekte Reklamationen halten die Verbraucherzentralen Musterbriefe bereit. Die beanstandeten Rechnungsposten muss der Kunde nicht bezahlen. Sie gelten bis zur Klärung der Angelegenheit nicht als Zahlungsrückstand und können nicht angemahnt werden. Der nicht reklamierte Rechnungsanteil jedoch sollte unverzüglich bezahlt werden. Andernfalls drohen Mahnungen und möglicherweise die Sperrung des Anschlusses.

Mahnung

Die Telefonrechnung muss in der Regel innerhalb von zehn Tagen beglichen werden. Diese Frist beginnt ab dem Tag, an dem man sie zugestellt bekommt. Hat der Verbraucher die Telefonrechnung bezahlt, sorgt der Telefonanbieter dafür, dass die fremden Rechnungsbeträge an die entsprechenden Telefondienste weitergeleitet werden.

Erhält man von seinem Telefonanbieter eine Mahnung, bezieht sich diese jedoch nur auf die Forderungen des Anschlussbetreibers; die Forderungen anderer Dienste braucht der Telefonanbieter in diesem Fall nicht einzutreiben. Diese werden von den entsprechenden Diensten separat angemahnt, wobei pro Mahnung eine extra Mahngebühr fällig wird.

Papier- oder Onlinerechnung

Verbraucher haben mittlerweile die Wahl, ob sie ihre Telefonrechnung in Papierform oder per E-Mail zugestellt bekommen möchten. Während die ökologischere Onlinevariante kostenfrei ist, wird bei der klassischen Papierrechnung das Porto in der Regel dem Verbraucher in Rechnung gestellt.

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