Tizen© Linux Foundation

Tizen: Ein offenes System für den universellen Einsatz

Das mobile Betriebssystem Tizen soll nicht nur auf Smartphones, und Tablets und PCs, sondern auch auf Kameras, Fernsehern oder Autos laufen. Derzeit wird es auch auf den Smartwatches von Samsung eingesetzt.

Tizen ist ein Open-Source-Betriebssystem, das auf Linux basiert und durch Intel und Samsung vorangetrieben wird. Weiterhin beteiligt sind unter anderem Fujitsu, Huawei Orange, Panasonic und Vodafone. Tizen geht aus den Betriebssystemen Meego, LiMo und Bada hervor und legt den Schwerpunkt auf ein plattformunabhängiges Betriebssystem. So sollen sich über Tizen auch Kameras, Fernseher und sogar die Technik im Auto bedienen lassen. Die erste Version von Tizen wurde Ende 2012 veröffentlicht.

In einigen Ländern ist Tizen bereits als Smartphone-Betriebssystem im Einsatz. Man ist mit der Einführung allerdings etwas zögerlich, das große Problem ist bereits von Windows bekannt: Tizen kann weder auf den Google- noch den Apple-Store zurückgreifen. Somit ist die App-Auswahl recht eingeschränkt, was wiederum Nutzer abschreckt. Aus diesem Grund hat sich Samsung wohl noch nicht getraut, ein Tizen-Modell der High-End-Klasse in Deutschland vorzustellen. Ganz deutlich strebt Samsung mit der Entwicklung von Tizen jedoch die Unabhängigkeit von Google an.

Tizen: Eine Alternative zu Android

Die Apps für Tizen sollen hauptsächlich über HTML 5 realisiert werden und man hofft, dass sich die Anzahl der Anwendungen aufgrund der Beliebtheit von Samsung-Smartphones, auf welchen Tizen zum Einsatz kommen soll, schnell erhöht. Aber auch Apps, welche ursprünglich für Android geschrieben wurden, leicht auf Tizen umzumünzen sein. Die Bedienung selber soll sich ebenfalls an Android anlehnen, wobei Tizen trotzdem in seiner Struktur anders aufgebaut ist, weswegen sich hier einige Punkte ergeben, die neu hinzu kommen und an die man sich erst gewöhnen muss.

Geht Samsung das Risiko mit Tizen ein?

Zur Konkurrenz von Android könnte Tizen deshalb werden, da Samsung aktuell etwa 60 Prozent aller verkauften Android-Geräte weltweit stellt. Anders als Microsoft hat Samsung somit eine gewisse Marktmacht. Setzt Samsung also künftig auf Tizen, und bleibt der Smartphone-Absatz weiterhin so hoch, dürfte das recht neue Betriebssystem Tizen durchaus eine Chance haben und Googles Android einen Einbruch der Statistik bescheren. Die Frage bleibt jedoch vorerst offen, ob Nutzer Samsung treu bleiben würden, wenn Tizen in größerem Maße eingesetzt würde, oder ob sie sich eher nach einem Android-Modell eines anderen Herstellers umschauen würden.

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