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Ubuntu: Die Android-Alternative von Canonical

Ubuntu ist ein auf Linux basierendes, offenes Betriebssystem aus dem Hause Canonical. Ubuntu musterte sich seit seiner Erstveröffentlichung 2004 zu einer der populärsten Linux-Distributionen mit über 25 Millionen Nutzern.

Ubuntu wird vielerorts als stabile, sichere und angenehm zu bedienende Arbeitsumgebung geschätzt. Was Ubuntu von anderen Betriebssystemen wie Windows oder MacOS unterscheidet, ist das Ziel: Software, die für jeden kostenlos zugänglich, aufeinander abgestimmt und wenn möglich quelloffen ist.

Einer der größten Pluspunkte des freien Betriebssystems ist dessen Software-Center, das einfaches Installieren und Updaten von Tausenden kostenlosen Programmen ermöglicht, sodass man für fast alles, was man am Computer machen möchte, auf freie Software zurückgreifen kann. Falls alle Stricke reißen, kann man über Hintertüren sogar viele Windowsprogramme nutzen, was jedoch passendes Know-How voraussetzt.

Unterm Strich bietet Ubuntu also nicht nur ein kostenloses Betriebssystem, sondern auch eine Philosophie und dazugehörige Software für viele Anwendungsfälle.

Ubuntu jenseits des PC mit Startschwierigkeiten

Wie bei vielen anderen Betriebssystemen dachte man auch bei Ubuntu darüber nach, es in einer mobilen Version umzusetzen. Über eine Crowdfunding-Kampagne hatte man 2013 bereits versucht, Geld für ein Projekt zu sammeln, bei dem ein Ubuntu-Smartphone entwickelt werden sollte. Allerdings erreichte man nicht den benötigten Etat, obwohl Interessenten etliche Millionen für die Entwicklung entsprechender Hardware aufbrachten. Genauso wurde in 2014 die Entwicklung von "Ubuntu für Android"“ eingestellt, bei dem Ubuntu und Android parallel auf demselben Smartphone laufen sollten.

Aufgegeben hat man den Mobilmarkt bei Canonical deswegen aber noch lange nicht: Ubuntu Touch ist die aktuelle Inkarnation des mobilen Ubuntu. Bedient wird es es durch Wischgesten, was möglichst viel Freiraum im Einsatz ermöglichen soll. So führt eine Wischgeste zu einer Aufzählung der meist genutzten Programme, eine weitere zu geöffneten Anwendungen und wiederum eine andere zu den Benachrichtigungen. Der Bildschirm im Lock-Status zeigt vergangene Aktionen des Users, sodass man immer einen Überblick darüber hat, was man als letztes getan hat. Praktisch ist auch, dass man ein Ubuntu-Phone ähnlich wie einige Windows-10-Smartphones durch Verbinden mit Bildschirm, Maus und Tastatur zum PC-Ersatz machen kann, wodurch man Zugriff auf das gesamt Ubuntu-Ökosystem für Desktop-Rechner bekommt.

Leider ist die Auswahl an Ubuntu-Smartphones noch recht beschränkt. Anfang 2016 waren nur einige Modelle des spanischen Herstellers BQ mit vorinstalliertem Ubuntu-Touch erhältlich. Außerdem gibt es für einige Nexus-Modelle Anleitungen zum Installieren von Ubuntu Touch – auf eigene Gefahr, versteht sich.

Wo findet man Ubuntu sonst noch?

Neben klassischen Anwendungen als Desktop-OS versucht man Ubuntu in anderen Bereichen zu etablieren, wobei der Smartphone- und Tablet-Markt erst der Anfang ist. Schon 2012 wurden erstmals Pläne vorgestellt, das freie Betriebssystem mit Ubuntu TV auch ins heimische Wohnzimmer zu bringen. Zu guter Letzt strebt Ubuntu-Core, genannt Snappy, an, das Betreiben von Smart-Home-Geräten einfacher und sicherer zu machen.

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