Telefon© Sven Bähren / Fotolia.com

Wie man lästige Werbeanrufe abstellt

Wer kennt das nicht? Gemütlich sitzt man gerade irgendwo zuhause, das Telefon klingelt. Nimmt man ab, wird man mit Versprechen oder Gewinnchancen umgarnt. Werbeanrufe nerven jeden und mittlerweile kann man sich auch gut gegen sie wehren.

Die Gesetzeslage rund um Werbeanrufe

Seit 2009 ist es so, dass Werbeanrufe der ausdrücklichen Genehmigung des Angerufenen bedürfen. Man muss vorher eingewilligt haben, Werbeanrufe zu erhalten. Ist man sich sicher, dass man dies nicht getan hat, ist der Werbeanruf illegal. Auch nicht mehr erlaubt ist es dem Anrufenden, welcher Werbung betreiben möchte, seine Telefonnummer zu verbergen. Diese muss ersichtlich auf dem Telefon angezeigt werden. Verschärft wurde das Gesetz 2013, sodass Vergehen nun mit bis zu 300.000 Euro geahndet werden dürften.

Wenn Sie angerufen werden

Werden Sie von einem Werbetreibenden angerufen, so ist die einfachste Möglichkeit, wieder aufzulegen. Bei manchen Anrufern hat es sich dann nach dem Auflegen, andere scheinen jedoch nie aufzugeben. Hier hat man entweder die Möglichkeit, mithilfe des Staates einzugreifen oder aber die Nummer zu blockieren: Blockiert man eine Nummer über seinen Betreiber oder das Telefon, so ist es nicht mehr möglich, Sie von dieser Telefonnummer aus zu kontaktieren. Die Blockierung der Rufnummer erfolgt bei modernen Telefonen über das Menü, bei älteren Modellen muss man den Betreiber bitten, die Nummer zu sperren.

Der Staat hilft

Möchten Sie die Werbeanrufe nicht nur bei sich abstellen, sondern auch andere Verbraucher schützen, so sollten Sie sich an den Staat wenden. Dazu benötigen Sie jedoch einige Daten: Die Telefonnummer des Anrufers, Name der Firma sowie Datum und Uhrzeit des Anrufs. Auch den Grund und den Inhalt des Anrufes sollten Sie sich in Stichpunkten notieren. Mit diesen Daten können Sie anschließend ein Formular bei der Bundesnetzagentur ausfüllen. Dort wird Ihre Meldung verarbeitet und im einigen Fällen wird die Rufnummer anschließend abgeschaltet.

Wissenswertes rund um Werbeanrufe

Hat ein illegal Werbetreibender einen dann doch mal am Hörer, sollte man einige Dinge im Hinterkopf behalten: So ist es beispielsweise üblich, dass gewisse Teile des Anrufs mitgeschnitten werden, um später einen "Beweis" für einen Vertragsabschluss zu haben. Vermeiden Sie also Sympathiebekenntnisse oder Zustimmungen wie ein einfaches "ja" am Telefon. Ist aus irgendeinem Grund doch am Telefon ein Vertrag zustande gekommen, so können Sie diesen innerhalb der nächsten 14 Tage ohne Angabe von Gründen widerrufen.

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