öffentliches WLAN© lassedesignen / Fotolia.com

Welche Risiken bringt WLAN mit sich?

Wer sein WLAN nicht sichert, der kann zur Verantwortung gezogen werden, wenn ein Fremder über das eigene WLAN illegale Inhalte herunterlädt. Daher sollte sich jeder, der ein drahtloses Netzwerk einrichtet, mit der WLAN-Sicherheit beschäftigen.

So schnell ein WLAN-Netzwerk im eigenen Haus eingerichtet ist, so schnell ist auch die damit einhergehende Sicherheitsfrage vergessen. Ein ungesichertes WLAN-Netz lädt förmlich dazu ein, auf es zuzugreifen. So erhalten Datendiebe oder Betrüger ungehinderten Zugang zu den Daten, welche über das WLAN ausgetauscht werden. Sensible Daten, wie Bankdaten und Passwörter können abgefangen und missbraucht werden. Auch unbekannte Mitnutzer des WLANS können Ärger bedeuten. Lädt der Unbekannte beispielsweise illegale Dateien herunter, so wird dies auf den Inhaber des WLANS zurückgeführt und nicht auf den Unbekannten.

Rechtslage bei einem unverschlüsselten WLAN

Wer sein WLAN nicht verschlüsselt und nicht hinreichend absichert, handelt laut Rechtsexperten grob fahrlässig. So als ließe man sein Auto mit steckendem Schlüssel unbeaufsichtigt stehen. Die IP-Adresse, mit welcher sich das WLAN ins Internet einwählt, bleibt eine gewisse Zeit gespeichert und lässt sich nachverfolgen. So wird schließlich der Betreiber des WLANS zur Verantwortung gezogen, ist etwas Illegales über sein WLAN-Netz geschehen.

Wie sichere ich mein WLAN ab?

Der erste Schritt zu einem sichereren WLAN sollte das Verwenden einer sicheren, aktuellen Verschlüsselung sein. Diese kann man in seinem Routermenü einstellen. Ist der Router bereits etwas älter, wird oft ein Firmware-Update nötig. Auch ein Passwort für den Access Point erhöht die Sicherheit. Dies kann über den Browser geändert werden, indem man dort die IP-Adresse des Access-Points eingibt und sich mit dem Standardpasswort (dem Handbuch zu entnehmen) einloggt. Über das Menü kann nun das Passwort geändert werden. Dieses wird nun immer abgefragt, wenn sich ein Nutzer in das Netzwerk einwählen möchte.

Weiterhin ist es empfehlenswert, die SSID, also den Netzwerknamen, zu ändern. So kann ein Außenstehender nicht erkennen, um welchen WLAN-Point es sich. Geändert werden kann dieser Name in der Regel über das Routermenü. Ebenso macht eine Firewall zwischen dem WLAN und dem LAN-Anschluss Sinn. Auf diesem Weg wird der Datenverkehr zusätzlich kontrolliert.

Vorsicht in öffentlichen WLANs

Besondere Vorsicht ist in öffentlichen WLAN-Netzen an sogenannten Hotspots geboten. Wer sich im Café oder Einkaufszentrum in ein unverschlüsseltes WLAN einwählt, riskiert ebenfalls, dass Dritte auf seine Daten zugreifen können. Online-Banking oder andere Funktionen, bei denen Passwörter und sensible Daten preisgegeben werden, sollte man deshalb bei einem solchen Online-Zugang vermeiden. Wer sicher gehen will, benutzt WLANs, die verschlüsselt sind und für die man sich anmelden muss.

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