Mit UMTS superschnell mobil ins Netz gehen
Der UMTS-Standard dürfte vielen noch vom Anfang der Jahrtausendwende bekannt sein, als der damalige Finanzminister Hans Eichel (SPD) Unsummen für die Versteigerung der UMTS-Lizenzen einnahm. Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen, und mit UMTS kann man viel mehr als nur telefonieren - nämlich richtig schnell surfen.
UMTS ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G)
UMTS, ausgeschrieben Universal Mobile Telecommunications System, ist ein Mobilfunkstandard, der sich von der jahrelang bekannten GSM-Technik deutlich abhebt. Mit UMTS, auch Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) genannt, sind ganz andere Anwendungen möglich als mit GSM und natürlich noch viel mehr als mit dem allerersten Funkstandard, dem C-Netz.
UMTS ist mitunter schneller als DSL
Hat man ein UMTS-fähiges Handy, so kann man in einer deutlich erhöhten Geschwindigkeit auf viele Anwendungen des mobilen Internets zugreifen. Das gilt natürlich insbesondere für datenintensive Anwendungen wie den Aufruf eines Videos oder das Anklicken einer grafiklastigen Webseite. Inzwischen kann man via UMTS teilweise sogar schneller surfen als mit stationärem DSL, sofern das Netz am jeweiligen Standort gut genug ausgebaut ist.
HSDPA und HSUPA beschleunigen UMTS
Die UMTS Technik erlaubt hohe Bandbreiten – und zwar vor allem dort, wo die UMTS-Turbos HSDPA und HSUPA bereits ausgebaut sind. Diese beiden Kürzel stehen für einen Highspeed-Download bzw. –Upload , der dem eines durchschnittlichen DSL-Anschlusses in nichts nachsteht. Allerdings sind solche Bandbreiten noch nicht in ganz Deutschland flächendeckend verfügbar, und vor allem in ländlichen Regionen gibt es noch viele Funklöcher, in denen, wenn überhaupt, nur der herkömmliche GSM-Standard genutzt werden kann. Das gilt auch und insbesondere für Auto- und Zugfahrten, also wenn sich der Standort des Nutzers verändert. Da hinkt die Technik noch hinterher.
Tipp: UMTS-Verfügbarkeit checken sowie Handy- und Tarifkombinationen
Wenn man mit UMTS mobil surfen will, sollte man nicht nur die Tragfähigkeit des Netzes am gewünschten Standort checken (am besten einmal das Handy oder Notebook eines Freundes zum Testen ausleihen), sondern auch einen Blick auf die Kombination aus Hardware und Tarif werfen. Denn nicht alle Surfsticks ermöglichen den gleichen Speed, und nicht alle Tarife erlauben die volle Netzauslastung. Ohnehin hat sich eine Speed-Bremse ab einer gewissen Volumennutzung durchgesetzt, die von Tarif zu Tarif variiert. Das liegt zum einen daran, dass die Anbieter mit einer Mischkalkulation arbeiten, zum anderen aber auch daran, dass die derzeitigen Netze eine Vollauslastung rund um die Uhr schlicht nicht aushalten würden.

