Google Street View: Die Kameras kommen ins Ländle
Nun sind Aufnahmen für Google Street View auch in Baden-Württemberg angelaufen. Der zuständige Verbraucherminister wies die Bevölkerung darauf hin, wie sie sich gegen Aufnahmen zur Wehr setzen können.
Stuttgart (red) - Über Google Street View sollen Verbraucher sich künftig auch einzelne Straßenzüge in Bildform ansehen können. Erste Aufnahmen wurden bereits in deutschen Großstädten gemacht. Für Mai und Juni 2009 plant das Unternehmen nun auch Aufnahmen in Baden-Württemberg.
Die deutsche Rechtslage
Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk sagte, bei der Umsetzung von Google Street View müssten die deutschen Datenschutzbestimmungen beachtet werden. Aufgrund der Rechtslage in Deutschland müssen Gesichter, Kraftfahrzeugkennzeichen oder Hausnummern auf den Bildern unkenntlich gemacht werden. Zusätzlich muss den Verbrauchern schon vor der Datenerhebung die Möglichkeit zum Widerspruch geboten werden, so Hauk.
Google informiert über Aufnahmen
"Darüber hinaus können Verbraucher durch einen einfachen Widerspruch erreichen, dass Bilder von ihnen, ihren Kindern, Autos oder Häusern ganz aus dem Produkt entfernt werden. Zusätzlich muss Google umfassend informieren, wann in welchen Orten die Aufnahmen durchgeführt werden", ergänzte der Minister.
Wo Aufnahmen geplant sind
Den Bürgerinnen und Bürgern im Land wird empfohlen, sich auf der von Google bereitgestellten Homepage zu informieren und sich gegebenenfalls direkt an das Unternehmen zu wenden, wenn sie ihre Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt sehen. "Für Mai und Juni werden voraussichtlich in Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Reutlingen und Stuttgart Aufnahmen gemacht", teilte der Minister mit.
12.05.2009

