Immer mehr Handys können teure Auslandstarife umgehen
Dass Handygespräche im Ausland oft teuer sind, wissen Verbraucher aus Erfahrung. Dass sich mit manchen Handys diese so genannten Roaming-Gebühren umgehen lassen, ist noch weithin unbekannt.
Düsseldorf (red) - Seit der Einführung des iPhone bestücken Handy-Hersteller ihre Endgeräte immer öfter mit WLAN für den schnellen Web-Zugriff. Kunden können so auch auf Internet-Telefonie als Anrufoption zurückgreifen und damit GSM-Roaming umgehen. Der VoIP-Anbieter sipgate erklärt, wie das Voipen via Handy funktioniert.
Anders als im Mobilfunk stellen Handys im VoIP-Modus eine direkte Verbindung zum VoIP-Provider anstatt zu einem Roamingpartner her. Anrufe nach Deutschland kosten unabhängig vom Aufenthaltsort deshalb immer gleich viel. Während für Telefonate aus dem Ausland ins deutsche Festnetz bei sipgate je nach Tarif 1 bzw. 1,79 Cent pro Minute anfallen, können bei Anrufen übers normale Handynetz mehrere Euro pro Minute anfallen.
Um Internet-Telefonate via Handy zu führen, ist zunächst ein VoIP-Anschluss notwendig. Solche Anschlüsse gibt es auch grundgebührfrei. Bei Handys mit eigener VoIP-Software ist die Aktivierung des VoIP-Modus oft bereits mit Eintragung der Zugangsdaten abgeschlossen. Für Nokia-Handys bietet beispielsweise sipgate eine automatische SMS-Konfiguration an. Außerdem ist VoIP auch mit Hilfe externer Handy-Software möglich.
Günstige und kostenlose WLAN-Zugänge finden Reisende beispielsweise in Hotels, Cafés, Einkaufszentren sowie an öffentlichen Plätzen. Bei Ferienhäusern ist ein WLAN Zugang manchmal im Preis enthalten. Für Anrufe via Internet-Telefonie wählen Nutzer nach der Rufnummerneingabe dann VoIP statt GSM als Übertragungsart aus.
17.06.2009

