Windows 10 S

Abgespecktes Windows für Schulen vorgestellt

Microsoft hat eine Version von Windows 10 vorgestellt, die speziell für den Einsatz an Schulen konzipiert wurde. Die Light-Version "Windows 10 S" setzt auf Sicherheit, Flexibilität und leichte Verwaltung.

Windows 10© Microsoft Corporation

New York - Microsoft hat am Dienstag in New York eine neue Light-Version seines Windows-Betriebssystems speziell für den Bildungsbereich vorgestellt. Man habe sich von den Bedürfnissen der Lehrer und Schüler inspirieren lassen, sagte der bei Microsoft weltweit für den Bildungsbereich zuständige Manager Anthony Salcito.

Windows 10 S leicht verwaltbar - Fokus auf Sicherheits-Features

Die neue Version "Windows 10 S" sei an das schulische Umfeld angepasst. Dort sei kein reichhaltiger Funktionsumfang erforderlich, sondern die Geräte müssten flexibel einsatzfähig und leicht zu verwalten sein, sagte Salcito. Besonderen Wert habe man auch auf Sicherheits-Features gelegt.

Mit Hilfe einer Set-up-Anwendung sollen IT-Administratoren an den Schulen PCs zum Beispiel in weniger als 30 Sekunden einrichten können. Alle Anwendungen für Windows 10 S stehen ähnlich wie bei Googles Chromebook im App Store von Windows zur Verfügung. Lokal laufen die Anwendungen dann innerhalb eines abgesicherten "Containers". Das solle im Klassenzimmer für eine schnelle Anmeldezeit und gleichbleibende Leistung sorgen.

Windows 10 S als Antwort auf Googles Chromebooks?

Microsoft dürfte mit der neuen Light-Version vor allem Googles Chromebooks Paroli bieten wollen. Vor allem in US-Schulen hatte Google mit seinem Chrome-Betriebssystem zuletzt gepunktet und Apple mit seinen Macs und iPads verstärkt Konkurrenz gemacht.

Windows 10 S soll optional auf einer breiten Palette verschiedener Notebooks aus ganz unterschiedlichen Preis- und Ausstattungs-Klassen laufen. Als erste Partner nannte Microsoft bei der Vorstellung in New York Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Samsung und Toshiba. Windows 10 S soll dabei für eine besonders lange Batterielaufzeit sorgen.

Einschränkung: Bing und Edge als Standard

Aus einem Support-Dokument, das Microsoft veröffentlicht hat, geht hervor, dass Nutzer Microsofts Browser Edge und die Suchmaschine Bing verwenden müssen. Prinzipiell ließen sich über den Microsoft Store auch andere Browser installieren. Eine Möglichkeit, andere Programme zum Standard zu machen, ist dem Support-Dokument nach aber nicht vorgesehen. Ein Klick auf einen Link - etwa in einer E-Mail - würde in Windows 10 S also ungeachtet sonstiger installierter Programme immer mit Edge geöffnet werden.

Quelle: DPA

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