Markenschutz-Bericht

Amazon vernichtete 2020 mehr als zwei Millionen gefälschte Produkte

Immer wieder versuchen Kriminelle Produktfälschungen über Amazons Marktplatz zu verkaufen. Alleine 2020 habe Amazon mehr als zwei Millionen gefälschte Produkte entdeckt. Amazon nennt weitere Zahlen in seinem ersten Markenschutz-Bericht.

Jörg Schamberg, 10.05.2021, 10:15 Uhr
Amazon© Amazon

Der Online-Händler Amazon investiert nach eigenen Angaben viel Geld und Personal in den Kampf gegen Produktfälschungen auf seinem Marktplatz. Laut dem nun von Amazon erstmals vorgelegten Markenschutz-Bericht ("Brand Protection Report") für das Jahr 2020 habe das US-Unternehmen im vergangenen Jahr über 700 Millionen Dollar investiert, um seine Online-Shops vor Betrug und Missbrauch zu schützen.

Zwei Millionen Produktfälschungen in Verpackungslagern entdeckt

Amazon beschäftige rund 10.000 Mitarbeiter, die betrügerische Aktivitäten verhindern sollen. Der Verifizierungsprozess von Amazon habe rund sechs Millionen Registrierungen von Verkäufer-Accounts verhindert - noch bevor von diesen ein einziges Produkt verkauft werden konnte. Amazon habe zudem in seinen Verpackungslagern noch vor der Zustellung an die Kunden mehr als zwei Millionen gefälschte Produkte entdeckt und beschlagnahmt. Die Produktfälschungen seien vernichtet worden.

Kaum Kundenbeschwerden über gefälschte Produkte - gehackte Händler-Accounts ein Problem

Laut Amazon würden sich die Bemühungen auszahlen. Es gebe nur zu weniger als 0,01 Prozent aller verkauften Produkte eine Kundenbeschwerde über Fälschungen. Doch nicht immer ist Amazon erfolgreich: Betrügerische Shops finden sich unter wechselnden Account-Namen immer wieder auf dem Amazon Marketplace. Häufig werden dabei bestehende Amazon-Accounts seriöser Händler geknackt. Amazon-Kunden sollten stutzig werden, wenn ein Händler Produkte deutlich günstiger anbietet als andere Anbieter. Auch ein virtuelles "Schaufenster" eines Händlers auf der Amazon-Seite mit mehreren hunderttausend Produkten ist eher ungewöhnlich und sollte Skepsis hervorrufen. Zudem sollten sich Kunden nicht auf Bedingungen einlassen wie Zahlung nur per Vorkasse.

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