Technikmesse

Bier aus der Kapsel und andere Neuheiten von der CES

Schön, praktisch oder einfach schräg: Auf der Technikmesse CES, die derzeit in Las Vegas stattfindet, zeigt sich zum Beispiel eine Kamera, die dreidimensionale Bilder aufnimmt, oder Bier aus der Kapselmaschine.

CES© Consumer Technology Association

Las Vegas - Manche Geräte sind einfach schön, andere praktisch - aber bei einigen fragt man sich: Was soll das eigentlich? Die Elektronikmesse CES in Las Vegas bietet reichlich von allen drei Kategorien und ist ein Gradmesser dafür, was schon bald Einzug in unseren Alltag halten könnte.

Dieser Fernseher ist von der Rolle

Ein Fernseher zum Einrollen? Der 65 Zoll große Signature OLED TV R rollt sich im ausgeschalteten Zustand im elegant gestalteten Gerätesockel zusammen. Darin steckt auch ein ausgewachsenes Soundsystem für die Nutzung als Musikanlage. Den Preis verrät LG noch nicht, andere Produkte der Signature-Reihe sind aber deutlich vierstellig.

Nach Kapselkaffee kommt Kapselbier

LG macht aus der Küche eine Heimbrauerei. Mit dem in Las Vegas vorgestellten Homebrew kann jeder zu Hause sein Wunschbier brauen. Nutzer müssen nur die passende Kapsel für ihre Lieblings-Biersorte auswählen und die Maschine erledigt den Rest. Zur Auswahl stehen etwa Indian Pale Ales, belgisches Witbier, Pils oder American Ales. Über eine App lässt sich der rund zweiwöchige Brauprozess verfolgen. Am Ende gibt es bis zu fünf Liter von der Maschine selbst gebrautes Bier. Der Homebrew von der Größe einer Kaffeemaschine ist selbstreinigend. Der Preis für den Kapsel-Craftbiermacher wurde noch nicht genannt.

WLAN mit Lichtwellen

Auch mit Lichtwellen lassen sich Daten übertragen, und vielleicht kommt das WLAN-Netz in machen Räumen bald nicht mehr per Radiowelle, sondern von einer LED an der Zimmerdecke. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde schafft die LiFiMax-Technologie der französischen Firma Oledcomm bereits. Der Vorteil: WLAN per Licht funktioniert nur auf Sicht in einem begrenzten Raum um das Zugangsmodul und ist deswegen etwa recht sicher gegen Spionage. Momentan braucht man zum Verbinden noch ein streichholzschachtelgroßes Ansteckmodul. Die Technologie soll aber noch bis zur Unauffälligkeit schrumpfen.

Die E-Gitarre für unterwegs

Wann hat man im Reisegepäck schon mal Platz für eine E-Gitarre? Die Gitarre mit dem Namen Jammy lässt sich praktischerweise in mehrere Teile zerlegen und platzsparend transportieren. Gespielt wird auf Stahlsaiten, die Töne erzeugt Jammy aber über einen Midigenerator. Über einen Digital-Analogwandler können allerdings auch per Klinke normale Verstärker und Effektgeräte angeschlossen werden. Das Instrument lässt sich aber auch per USB an den Computer hängen. So können Songs direkt eingespielt oder Effekte erzeugt werden. Der eingebaute Akku hält die Gitarre rund viereinhalb Stunden in Betrieb, und per App gibt es Spieltipps, Effekte und Lernprogramme.

Kamera für Rundum-Panoramen oder 3D-Bilder

Kameras für 360-Grad-Aufnahmen sind nicht sonderlich neu, die Vuze XR Dual VR Camera beherrscht aber einen Trick. Auf Knopfdruck klappen ihre beiden Kameras auf und können mit ihren dann nebeneinander angeordneten Linsen im Winkel von 180 Grad annähernd dreidimensional wirkende Filme aufnehmen. Das Ergebnis kann man sich mit einer Virtual-Reality-Brille oder auf dem Smartphone ansehen und zum Teilen noch mit etlichen Filtern und Effekten versehen.

Sofortbildkamera mit eingebautem Drucker

Zielen, auslösen, und dann surrt das Foto aus der Kamera. Kennt man von Sofortbildkameras. Kodak greift Form und Funktion der Sofortbildära auf und bringt sie in digitaler Form neu. Die Kodak Smile Classic Instant Print Digitalkamera verfügt über einen Sensor mit zehn Megapixeln Auflösung und einen digitalen Sucher. Die Bilder werden direkt von der Kamera im Thermodruckverfahren ausgegeben. Rund 30 Sekunden dauert es vom Auslösen bis hin zum fertigen Foto. Auf einer Micro-SD-Karte lassen sich die Aufnahmen auch speichern.

Ein smarter Wecker für das vernetzte Schlafzimmer

Lenovos Smart Clock ist im Prinzip ein Radiowecker. Darin steckt aber der Google Assistant, so dass sich per Sprachsteuerung Informationen abrufen, Songs streamen oder Termine anzeigen lassen. Videos kann das Gerät per Google Cast an vernetzte Bildschirme schicken. Auch Routinen lassen sich festlegen. Mit dem Kommando «gute Nacht» schaltet die Uhr dann etwa das Licht aus, die Alarmanlage an und spielt Musik zum Einschlafen. Weil das Gerät im Schlafzimmer stehen soll, gibt es keine Kamera, und auch das Mikro lässt sich abschalten. Ein USB-Anschluss auf der Rückseite lädt Smartphones. Die Smart Clock soll im Frühling für 80 US-Dollar (rund 72 Euro) zu haben sein.

Mehr Informationen im Blickfeld

Alle wichtigen Daten direkt ins Blickfeld bringen sollen die Smart Glasses von DigiLens. Dafür wirft ein kleiner Projektor im Bügel der Brille über ein Prisma Bilder auf ein speziell beschichtetes Glas. Die Technik lässt sich etwa in Brillen einbauen, aber auch in Helme für Rad- oder Motorradfahrer. Die können sich dann Navigationshinweise oder Fahrgeschwindigkeit einblenden lassen. In eine Feuerwehr-Atemmaske eingebaut, lassen sich etwa Wärmebilder oder Gebäudepläne anzeigen. Zudem arbeitet DigiLens mit Pokémon-Go-Macher Niantic zusammen an einem neuen Spiel, das mit Hilfe der Brille Spielinhalte in der echten Welt anzeigen kann.

Quelle: DPA

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